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Wirtschaft

Börse von schlechtem Geschäftsklima unbeeindruckt

BASF-Anleger zeigten sich unbeeindruckt von EU-Bußgeld für den Konzern. Die Aktie schloß fast unverändert.

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Lange schwankte der Deutsche Aktienindex DAX am Mittwoch zwischen Gewinn und Verlust. Als die US-Börsen dann schwächer eröffneten, verharrte auch der DAX unterhalb der Null-Linie, wenn auch nur leicht. Am Ende blieben 5987 Punkte, ein Minus von 0,2 Prozent. Besser erging es dem Nemax-50-Index am Neuen Markt. Er konnte 0,8 Prozent zulegen und ging mit 1304 Zählern aus dem Handel.

Für Überraschung sorgte die Reaktion der Börse auf den am Morgen veröffentlichten Ifo-Geschäftsklima-Index. Die Stimmung der deutschen Wirtschaft sank im Oktober auf den tiefsten Stand seit acht Jahren und lag auch unter den Erwartungen vieler Analysten. Trotzdem stiegen am Vormittag zunächst die Kurse. Am Markt hieß es, viele Händler spekulierten auf eine weitere Zinssenkung der Europäischen Zentralbank.

Relativ gelassen reagierten die Anleger der BASF. Die EU hat den Chemiekonzern wegen illegaler Preisabsprachen bei Vitaminprodukten zu einem heftigen Bußgeld verurteilt, zusammen mit sieben weiteren Chemiefirmen. Die BASF beschwerte sich, die Strafe von 300 Millionen Euro sei "unangemessen hoch". Auf die Aktie hatte das dagegen keine Auswirkungen, sie schloß fast unverändert.

Einen deutlicheren Zusammenhang zwischen Unternehmensnachrichten und Börsenkurs gab es beim Nutzfahrzeughersteller MAN. Für das laufende Jahr halbiert das Unternehmen seine Gewinnprognose, außerdem will der Konzern bis Ende nächsten Jahres 6000 Arbeitsplätze streichen. Zwar fügte MAN hinzu, daß in der zweiten Hälfte 2002 alles besser werde. Für die Aktie ging es heute jedoch bergab - ein Minus von über vier Prozent.

Stark verloren haben die Hightech-Titel. Epcos und Infineon gaben jeweils über vier Prozent ab. Kritische Analystenkommentare hätten beide Werte belastet, hieß es an der Börse.

Auch die Lufthansa-Aktie mußte Verluste hinnehmen. An der Börse gab es Gerüchte, die Fluggesellschaft plane die Ausgabe einer Unternehmensanleihe. Die Lufthansa ließ dies zwar dementieren, doch die Aktie verlor über vier Prozent.

Am Rentenmarkt sank der Bund-Future um 0,1 Prozent auf 110,29 Punkte. Der Rentenmarkt-Index REX lag unverändert bei 114,96 Stellen. Die Bundesbank hatte am Mittag die Umlaufrendite auf 4,38 Prozent festgesetzt, drei Basispunkte über dem Vortag.


Die Schlußkurse der DAX-Werte (in Euro & ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 73,19 -0,76
Allianz 261,47 -2,03
BASF 43,26 -0,04
Bayer 37,83 -0,07
Bay. HypoVereinsbank 39,35 0,00
BMW 38,59 -0,23
Commerzbank 21,60 0,20
DaimlerChrysler 46,50 -0,35
Degussa 29,10 -0,02
Deutsche Bank 74,91 0,31
Deutsche Post 16,15 0,00
Deutsche Telekom 19,30 -0,05
E.ON 59,61 0,95
Epcos 53,55 -2,75
Fresenius Medical Care 72,20 1,70
Henkel 68,05 0,45
Infineon Technologies 20,18 -0,92
Linde 47,60 0,35
Lufthansa 15,45 -0,74
MAN 21,72 -0,98
Metro 38,50 0,60
MLP 85,85 -2,95
Münchener Rück 303,50 -0,15
Preussag 30,43 -0,52
RWE 44,15 0,33
SAP 130,31 -0,09
Schering 62,00 1,50
Siemens 66,28 -0,38
ThyssenKrupp 15,29 -0,15
VW 50,80 0,40


Die Devisenkurse (in Euro und in DM, auf Basis der EZB-Referenzkurse):

US-Dollar 1,1375 Euro oder 2,2248 DM
Brit. Pfund 1,6145 Euro oder 3,1576 DM
Schw. Franken 0,6862 Euro oder 1,3421 DM
100 Japan Yen 0,9258 Euro oder 1,8106 DM
Kan. Dollar 0,7116 Euro oder 1,3919 DM

Das 1. Gold Fixing London: 273,15 Dollar, entsprechend einem Minus von 0,60 Dollar.

  • Datum 21.11.2001
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1Oli
  • Datum 21.11.2001
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