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Wirtschaft

Börse am Mittag: Lufthansa und Technologiewerte beflügeln DAX

Die Aktien der Energiekonzerne E.ON und RWE leiden unter dem geplanten Markteintritt des Konkurrenten Vattenfall.

Die deutschen Aktienmärkte haben am Dienstag freundlich eröffnet. Nach Angaben von Händlern spielen die jüngsten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern für den Handel in Frankfurt keine Rolle. In den USA hatte die Lage im Nahen Osten am Vortag die Stimmung an den Börsen erheblich belastet, die Indizes schlossen dort trotz besser als erwarteter Konjunkturdaten im Minus.

Gegen Mittag notierte der DAX bei 5011 Punkten, ein Plus von 0,5 Prozent. Am Neuen Markt legte der Nemax-50-Index um 0,7 Prozent auf 1222 Zähler zu.

Kaufempfehlung treibt Lufthansa-Kurs

Unter den Standardwerten waren es vor allem Lufthansa und Technologietitel, die den DAX beflügelten. Nach der Kaufempfehlung einer Investmentbank gingen Lufthansa-Aktien um vier Prozent nach oben. Die Analysten der Bank nannten für die Aktie ein mittelfristiges Kursziel von 25 Euro, gegenüber einem aktuellen Kurs von nur 15 Euro.

Das Papier von Infineon stieg auch am Dienstag wieder und verzeichnete gegen Mittag einen Gewinn von fast fünf Prozent. Nach Händlerangaben profitierte die Aktie von der Nachricht, dass sich die Infineon-Konkurrenten Micron und Hynix zusammenschließen wollen. Infineon selbst führt Gespräche mit der japanischen Toshiba über eine mögliche Zusammenarbeit.

Energiewerte geben nach

Leicht verloren haben die Werte der Energieversorger E.ON und RWE. Dies sei auch eine Folge des drohenden Konkurses des amerikanischen Energiehändlers Enron, sagten Händler. Ein weiterer möglicher Grund: Die schwedische Vattenfall übernimmt die Mehrheit beim deutschen Versorger Bewag. Der fusioniert mit anderen Versorgern und wächst so zum drittgrößten deutschen Energiekonzern heran.

DaimlerChrysler-Aktien leichter

Besondere Aufmerksamkeit gilt am Dienstag den Automobilwerten. In den USA hat sich der Fahrzeugabsatz im November weiter erholt. Im Gegensatz zu BMW konnte die Aktie von DaimlerChrysler nicht von dieser Nachricht profitieren. Hier drückten rückläufige Verkaufszahlen der US-Tochter Chrysler auf den Kurs. Außerdem gibt es Gerüchte, ein neuer Geländewagen aus dem Hause DaimlerChrysler habe sich beim sogenannten Elch-Test für schnellen Spurwechsel überschlagen. Viele Anleger werden da wohl an das Debakel mit der Mercedes A-Klasse gedacht haben, daß Daimler vor einigen Jahren viel Geld kostete. Die Aktie von DaimlerChrysler notierte gegen Mittag mit zwei Prozent im Minus.

Die asiatische Leitbörse in Tokio schloß am Dienstag uneinheitlich. Der Nikkei-Index erholte sich nach den Kursstürzen vom Vortag und stieg um 0,8 Prozent auf 10 453 Punkte. Am Montag hatte der Nikkei drei Prozent verloren.

Kreditrisiken belasten japanische Finanzdienstleister

Einige Aktien profitierten von der Entscheidung der Ratingagentur Moody's, die Bonität japanischer Staatsanleihen zurückzustufen. Bankentitel mußten dagegen herbe Verluste einstecken. Japanische Banken stehen ohnehin seit Jahren wegen fauler Kredite unter Druck. Nach dem Bankrott von Enron erhöhe sich dieser Druck noch weiter, hieß es an der Börse.

Euro fester

Der Euro notiert erneut leicht über der 89 Cent Marke. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 0,8911 US-Dollar. Damit war ein Dollar 2,1948 Mark wert.

  • Datum 04.12.2001
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1S6G
  • Datum 04.12.2001
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