1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Börse am Mittag: Kursgewinne zum Wochenauftakt

Für eine deutliche Fortsetzung der Kursrally fehlten 'derzeit die Perspektive auf strukturelles Wachstum' und 'neue Wachstumsimpulse'.

default

Frankfurter Händler prognostizieren erstmal eine Verschnaufpause rund um 5.000 Dax-Punkte

Angesichts positiver US-Vorgaben haben die deutschen Aktien am Montag bei dünnen Umsätzen zugelegt. Die New Yorker Börse hatte am Freitag bei einem verkürzten Handel deutlich im Plus geschlossen. Das deutsche Börsenbarometer DAX legte am Montag bis zum Mittag um 44 Punkte oder knapp 0,9 Prozent auf 5.195 zu.

Am Neuen Markt kletterte der NEMAX 50 um 19 Punkte auf 1.333 Punkte.

Münchner Rück unter Druck

Die Liste der Kursverlierer führte die Aktie des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück an. Das Papier verlor bis zum Mittag knapp ein Prozent. Händler machten dafür die Angst der Investoren vor einer schlechten Neun-Monats-Bilanz nach den Anschlägen in den USA am 11. September verantwortlich. Wegen der zu erwartenden enormen Kosten im Zusammenhang mit den Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das US-Verteidigungsministerium in Washington hätten in der Vergangenheit bereits zahlreiche Investmenthäuser ihre Erwartungen reduziert. Einige Experten gingen Händlerangaben zufolge sogar davon aus, dass das Konzernergebnis nahe Null liegen werde. Die Münchener Rückversicherung gibt am Donnerstag dieser Woche ihre Bilanzzahlen für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres bekannt.

Bewegung bei Übernahme ?

Die Aktie des Nutzfahrzeug- und Maschinenherstellers MAN zog an, da MAN-Chef Rudolf Rupprecht laut einem Pressebericht nach neuen Wegen sucht, um bei der geplanten Übernahme des schwedischen Lkw-Herstellers Scania voranzukommen. Derzeit liegen 34 Prozent der Scania-Aktien bei VW, 45 Prozent bei Volvo.

Gute Vorgaben

Die asiatische Leitbörse in Tokio hatte zum Wochenauftakt kräftige Gewinne verbucht. Erstmals seit drei Monaten schloss der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte über der psychologisch wichtigen Marke von 11 000 Punkten. Am Handelsende notierte das fernöstliche Kursbarometer einen satten Gewinn von 367,48 Punkten oder 3,4 Prozent beim Stand von 11 064,30 Punkten. Der niedrige Yen-Wechselkurs, eine festere Wall Street am Freitag sowie anhaltende Hoffnungen auf eine Konsolidierung im Bankensektor hätten nach Händlerangaben die Stimmung positiv beeinflusst.

Händler führten auch die Aufschläge an der Wall Street vom Freitag an. Japans Märkte hatten am Freitag wegen eines Feiertages geschlossen. Es mache sich offenbar weiter Hoffnung breit, dass die US-amerikanische Bevölkerung nach den Anschlägen vom September Vertrauen fasse und gewillt sei, wieder kräftiger zu konsumieren, hieß es.

Posiitive Grundstimmung

Die Gefahr deutlicher Kursrückgänge ist nach Ansicht der Experten gering. Es wachse zwar die Gefahr von Gewinnmitnahmen. Aber es habe sich sich gezeigt, dass viele Anleger einen Kursrückgang als Kaufgelegenheit wahrnehmen würden. Die Grundstimmung am Markt, auch für die Wachstumswerte, bleibe positiv.

Wenig Störfeuer erwarten Analysten in dieser Woche von Konjunktur- Indikatoren. In den USA setze sich der Stabilisierungskurs fort, die US-Wirtschaft sei 'sicherlich noch nicht über den Berg', aber mittelfristig sollten sich die 'Aufhellungstendenzen' verstärken.

Börsenrelevante Ereignisse

Am morgigen Dienstag werden in den USA das Verbrauchervertrauen im November und der Verkauf bestehender Eigenheime im Oktober bekannt gegeben. Analysten rechnen bei beiden Werten mit leichten Verbesserungen gegenüber der jeweiligen Vorperiode. Am Mittwoch wird die US-Notenbank in ihrem Beige Book Stellung zur gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage nehmen. Am Freitag folgen die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt sowie der Chicago Einkaufsmanager-Index.

In Frankfurt veröffentlicht die EZB am Mittwoch ihre Erkenntnisse zum Geldmengenwachstum M3 im Oktober. Experten rechnen hier mit einem zum Vorjahr unveränderten Wert von 6,9 Prozent.

Bei den Standardwerten lässt die Flut der Unternehmenszahlen nach. Am Mittwoch veröffentlicht die Deutsche Telekom ihre Quartalsbilanz.

Euro nahezu unverändert

Der Euro notierte mittags mit 0,8820 Dollar nahezu unverändert gegenüber den Freitagskursen.

  • Datum 26.11.2001
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/1Piz
  • Datum 26.11.2001
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/1Piz