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Wirtschaft

Börse am Mittag: Kurse im Aufwind

Händler lassen sich von gestiegenen Arbeitslosenzahlen die Kauflaune nicht verderben. Technologietitel legen besonders stark zu.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland steuert wieder auf die Vier-Millionen-Grenze zu: Knapp 3,8 Millionen Menschen waren im November arbeitslos. Dies entspricht einer Quote von 9,2 Prozent nach neun Prozent im Vormonat.

Die Finanzmärkte ließen sich von diesen Zahlen nicht beeindrucken, ganz im Gegenteil. Nach guten Vorgaben aus New York und Tokio und positiven Meldungen aus der Technologiebranche stiegen auch in Frankfurt die Kurse. Der Deutsche Aktienindex DAX legte bis zum Mittag um 2,7 Prozent auf 5148 Zähler zu. Am Neuen Markt kletterte der Nemax-50-Index um 4,2 Prozent auf 1294 Zähler.

Siemens-Familie und SAP im Plus

Im Mittelpunkt standen auch in Frankfurt die Technologietitel, allen voran Infineon. Das Papier des Halbleiter-Herstellers war mit einem Kursgewinn von neun Prozent der Spitzenreiter im DAX. Die Aktie profitierte nach Ansicht von Händlern von den Vorgaben aus den USA. Dort hatte ein Index, der nur Werte aus der Halbleiterbranche umfaßt, am Vortag über sechs Prozent gewonnen. Auch andere High-Tech-Werte wie Epcos, Siemens und SAP legten überproportional zu.

Einen Tag nach der überraschenden Ankündigung, daß BMW-Chef Joachim Milberg im Frühjahr 2002 zurücktreten wird, stieg die Aktie des Autobauers um vier Prozent. Händler sagten, der Rücktritt sei nicht auf Probleme im Unternehmen zurückzuführen.

Deutsche Bank erwägt Verkauf von Sparten

Das Papier der Deutschen Bank legte zwei Prozent zu. Nach Angaben ihres Vorstands-Chefs Rolf Breuer erwägt die Bank den Verkauf von weniger profitablen Geschäftsbereichen. Am Dienstag hatte die Deutsche Bank die Übernahme einer schweizerischen Investmentgesellschaft perfekt gemacht. In diesem Zusammenhang sollen nach Zeitungsberichten weitere 1500 Stellen abgebaut werden. Aktienhändler halten dies aber nicht für eine Neuigkeit, vielmehr hätten sie mit einem weiteren Stellenabbau gerechnet, hieß es an der Börse.

Porsche-Aktie nach Zahlen gefragt

Der Stuttgarter Sportwagen-Hersteller Porsche hat heute seine Zahlen vorgelegt und ist nach eigenen Angaben erneut der profitabelste Autobauer der Welt. Die Umsatzrendite vor Steuern konnte auf über 13 Prozent gesteigert werden. In den ersten vier Monaten des neuen Geschäftsjahres erhöhte sich der Fahrzeugabsatz um ein Prozent auf knapp 15.000 Wagen. Die Aktie stieg um 1,5 Prozent.

Nikkei deutlich fester

Die asiatische Leitbörse in Tokio hatte zuvor ebenfalls von den Vorgaben aus New York profitiert. Der Nikkei-Index beendete den Handel 2,5 Prozent höher mit 10.714 Punkten. Das gute Abschneiden der Nasdaq habe besonders die Technologietiteln beflügelt, hieß es an der Tokioter Börse. Diese Gewinne hätten letztlich die erneuten Verluste der Bank-Aktien überlagert.

Der Euro notiert gegen Mittag bei 0,8925 US-Dollar. Ein Dollar war damit 2,1914 DM wert.

  • Datum 05.12.2001
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1SKZ
  • Datum 05.12.2001
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