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Wirtschaft

Börse am Abend: Schlechte Nachrichten - vorläufig verdaut?

Die überraschende Rücktrittsankündigung von BMW-Chef Joachim Milberg liess das Herz der Aktionäre nur kurzfristig in die Hose rutschen.

Die deutschen Standardaktien haben am Dienstag überwiegend Kursgewinne verbucht. Das Börsenbarometer DAX legte um ein gutes halbes Prozent oder 26 Punkte auf 5.014 zu. Am Neuen Markt kletterte der NEMAX 50 um 2,4 Prozent oder knapp 29 Punkte auf 1.241 zu.

Infineon: Dax-Tagessieger

Bereits den zweiten Tag in Folge profitierten Aktien von Infineon von dem möglichen Zusammenschluss der beiden Konkurrenten Micron Technology und Hynix. Der Titel legte um fast siebeneinhalb Prozent zu. Ein Kursmakler wies darauf hin, dass auch Infineon nun gute Aussichten habe, Kapazitäten aus dem Markt zu nehmen.

Zu den Gewinnern im DAX zählte auch die Lufthansa-Aktie, die sich um fast fünf Prozent verteuerte. Das Papier profitiere von einer Empfehlung von Merill Lynch, sagten Händler.

Die adidas-Salomon-Aktie setzte ihren Erholungskurs vom Vortag fort und legte um gut vier Prozent zu. Analysten hatten sich am Montag positiv zum Unternehmen geäußert.

Negativer Elchtest für Chrysler-Jeep?

Unter Druck stand dagegen die Aktie des Autokonzerns DaimlerChrysler. Der Titel verbilligte sich um 1,6 Prozent. Börsianer begründeten die Kursverluste mit den schwächeren Absatzzahlen der US-Sparte Chrysler für November 2001. Zudem soll der Chrysler-Jeep Liberty inzwischen dementierten Medienberichten zufolge den so genannten 'Elchtest' für schnellen Spurwechsel nicht bestanden haben.

Gegen die allgemeine Tendenz zeigten sich Chemietitel schwach. Die BASF-Aktie fiel um ein halbes, Bayer büßte über zwei Prozent ein. Händler führten die Kursabschläge auf den steigenden Rohölpreis zurück.

Die überraschende Rücktrittsankündigung von BMW-Chef Joachim Milberg liess das Herz der Aktionäre nur kurzfristig in die Hose rutschen. Nach einem kleinen Einbruch erholten sich BMW wieder und überkompensierten zuvor erlittene Verluste.

Am Rentenmarkt stieg der Bund-Future um 0,1 Prozent auf 110,67 Punkte. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite eine Basistelle höher bei 4,36 Prozent fest.

Die Schlusskurse der Frankfurter Standardwerte wie immer in Euro und ohne Gewähr:

adidas-Salomon 76,93 (+ 2,98)
Allianz 262,05 (+ 0,81)
BASF 42,60 (- 0,24)
Bayer 35,62 (- 0,83)
HypoVereinsbank 35,30 (- 0,15)
BMW 37,00 (+ 0,45)
Commerzbank 18,77 (- 0,13)
DaimlerChrysler 46,25 (- 0,76)
Degussa 28,79 (+ 0,82)
Deutsche Bank 72,22 (+ 0,72)
Deutsche Post 15,84 (+ 0,17)
Deutsche Telekom 19,34 (+ 0,49)
E.ON AG 54,45 (- 1,75)
EPCOS 51,80 (- 0,50)
Fresenius Med. Care 72,80 (- 0,95)
Henkel 65,90 (+ 0,40)
Infineon Techno 24,05 (+ 1,66)
Linde 47,60 ( unv. )
Lufthansa 14,96 (+ 0,69)
MAN 22,23 (+ 0,63)
Metro 38,65 (+ 0,35)
MLP 78,46 (- 1,04)
Münchener Rück 294,44 (- 1,56)
Preussag 28,00 (+ 0,43)
RWE 40,80 (- 0,85)
SAP 143,65 (+ 3,55)
Schering 61,50 (- 0,05)
Siemens 67,01 (+ 1,27)
ThyssenKrupp 16,06 (- 0,01)
VW 49,10 (+ 0,35)

Die Devisenkurse (in Euro und in DM, auf Basis der EZB-Referenzkurse):

US-Dollar 1,1233 Euro oder 2,1971 DM
Brit. Pfund 1,5977 Euro oder 3,1248 DM
Schw. Franken 0,6790 Euro oder 1,3281 DM
100 Japan Yen 0,9050 Euro oder 1,7700 DM
Kan. Dollar 0,7139 Euro oder 1,3963 DM

Das 1. Gold Fixing London: 276,55 Dollar, entsprechend einem Plus von 1,30 Dollar.

  • Datum 04.12.2001
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1SEE
  • Datum 04.12.2001
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