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Kochen mit Martina & Moritz

Böhmische Küche - Wiege der Kochkunst

Böhmische Knödel

Die böhmischen Knödel sind legendär. Sie sind duftig und locker, werden in Scheiben vom Laib geschnitten, sind also nicht einzeln zu Kugeln gerollt. Die krumigen Hefeschnitten sind geradezu gierig, viel schöne Sauce aufzusaugen. Und so spielen Saucen in der böhmischen Küche die wichtigste Rolle. 

 

Zutaten für vier bis sechs Personen: 
500 g Mehl 
ein halber TL Zucker 
ein halber Würfel Hefe 
250 ml lauwarmes Wasser 
1 Ei 
1 TL Salz 
Salz fürs Kochwasser 

 

Zubereitung: 
Das Mehl in die Küchenmaschine sieben. Zucker, zerbröckelte Hefe und die Hälfte des Wassers in einer Tasse glatt rühren. Mit Schwung ins Mehl schütten, so dass es aufgewirbelt wird und sich mit der Flüssigkeit verbindet. 

Zugedeckt 10 Minuten gehen lassen, bis sich Bläschen bilden. Dann die Maschine einschalten, Ei, Salz und so viel vom restlichen warmen Wasser zufügen, dabei die Maschine kneten lassen, bis ein weicher Teig entstanden ist, der sich glatt vom Schüsselrand löst. 

In eine mit Mehl ausgestäubte Schüssel umbetten, zur Kugel formen und zugedeckt eine halbe Stunde gehen lassen. Danach zwei längliche Laibe daraus formen. Jeden Laib locker in Klarsichtfolie hüllen, an den Seiten verknoten, damit der Knödel vor direktem Wasserkontakt geschützt ist. 

In einem ausreichend breiten Topf Wasser aufkochen, salzen, die beiden Knödellaibe nebeneinander oder einzeln hineinlegen und nochmals zum Kochen bringen. Dann die Hitze so regulieren, dass das Wasser nur noch leise siedet. Dann den Deckel auflegen und etwa 20 Minuten leise ziehen lassen, bis sie gar sind (unter anderem vergrößert sich der Knödel enorm und bekommt eine gewisse Festigkeit). 

Wichtig: Die Knödel unbedingt noch warm in fingerdicke Scheiben schneiden, und zwar entweder mit einem dünnen, sehr scharfen Messer oder mit der "ultimativen" Knödelschneidemaschine: mit einem dünnen Bindfaden, dessen beide Enden man unterhalb oder oberhalb des Knödels zusammenzieht. 

Tipp: Übrige Knödelscheiben (oder auch ganze Knödellaibe) kann man einfrieren. Im Dampf wieder aufgetaut und erwärmt, sind sie absolut frisch. 

Variante: Unter den Hefeteig vor dem Formen geröstete Semmelwürfel und fein gehackte Kräuter arbeiten. 

Und: Reste ergeben am nächsten Tag ein ganz herrliches Gericht. Dafür die Scheiben würfeln, mit verquirltem Ei tränken, nach Belieben gedünstete Zwiebel, Knoblauch, Pilze und Kräuter untermischen und nach Gusto würzen – z. B. mit Paprika, Salz und Pfeffer. In einer beschichteten Pfanne wie eine Frittata goldgelb backen.


Von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer