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Sport

Bö holt Sprint-Gold - Deutsche enttäuschen

Der Norweger Johannes Thignes Bö gewinnt Gold im Biathlon-Sprint. Auch sein Bruder steht auf dem Podium. Mitfavorit Simon Schempp versagt am Schießstand. Bei den Frauen landet Laura Dahlmeier nur auf Rang vier.

Der Norweger Johannes Thignes Bö hat im ersten Einzelrennen der Biathlon-WM im finnischen Kontiolahti Gold gewonnen. Neben ihm standen Nathan Smith aus Kanada und sein Bruder Tarjei Bö auf dem Podium. Johannes Thignes Bö scheint die Strecken in Kontiolahte besonders zu mögen: Bereits im vergangenen Jahr hatte er dort alle Weltcup-Rennen gewonnen.

Der zweimalige Olympiazweite Erik Lesser verpasste eine Medaille um fünf Sekunden. Der 26-Jährige lief trotz einer Strafrunde im Sprint über 10 Kilometer auf einen starken fünften Platz und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag. Die anderen deutschen Teilnehmer enttäuschten.

Debakel für Schempp

Erik Lesser

Lesser hofft auf das Verfolgungsrennen am Sonntag

"Irgendwie bin ich überrascht, denn ich habe mich nicht so gut gefühlt. Es wird in der Verfolgung sicher spannend", sagte Lesser im ZDF. Ein Debakel erlebte dagegen Mitfavorit Simon Schempp. Der Gesamtweltcup-Zweite leistete sich sieben Schießfehler und verpasste damit sogar die Verfolgung der besten 60 Athleten. "Das war ein rabenschwarzer Tag", sagte Schempp nach dem Rennen, "ich habe keine Ahnung, wo die Fehler hin sind. Ich habe wegen des Windes an den Rasten gedreht und eigentlich ein gutes Gefühl gehabt. Das ist extrem bitter, dass ich ausgerechnet bei der WM das schlechteste Rennen seit langem abliefere."

Auch Peiffer schießt schwach

Zweitbester Deutscher war Benedikt Doll auf dem zehnten Platz. Der ehemalige Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer belegte Rang 30. Dabei hatte er bei der WM-Generalprobe in Oslo Mitte Februar noch überrascht, als er den Sprint gewann und damit zum zweiten deutschen Siegläufer in diesem Winter wurde. Von seinen sieben Weltcupsiegen feierte Peiffer sechs im Sprint, der größte Triumph war der Gewinn der Goldmedaille bei der WM vor vier Jahren im russischen Chanty-Mansijsk. Jetzt aber scheiterte auch er mit dem Gewehr. "Es war nicht einfach zu schießen. Simon ist der beste Schütze im Feld, und wenn er mit sieben Fehlern weggeht, sagt das alles", meinte Peiffer. Bereits im ersten Rennen der WM, der

Mixed-Staffel

, war das in einer B-Besetzung gestartete deutsche Team nur auf Platz sechs gelaufen.

Dahlmeier undankbare Vierte

Marie Dorin Habert war heute nicht zu schlagen.

Marie Dorin Habert war heute nicht zu schlagen

Mitfavoritin Laura Dahlmeier ist in ihrem ersten Einzelrennen bei einer Biathlon-WM trotz einer starken Laufleistung leer ausgegangen. Die 21-Jährige musste sich im Sprint über 7,5 Kilometer mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Dahlmeier verfehlte drei der zehn Scheiben und hatte letztlich 9,4 Sekunden Rückstand zum Bronzerang. "Beim Laufen erging es mir supergut, ich habe mich gut gefühlt und hatte Top-Material. Die Fehler sind natürlich total schade, weil es so eng war", sagte die dreimalige Junioren-Weltmeisterin im ZDF. Gold holte bei teilweise böigem Wind die Französin Marie Dorin Habert, die sich trotz eines Schießfehlers vor der Polin Weronika Nowakowska-Ziemniak durchsetzte. Rang drei ging an Walentina Semerenko aus der Ukraine.

Franziska Hildebrand wurde nach zwei Strafrunden mit einem Rückstand von 1:09,8 Minuten Zehnte. Franziska Preuß landete auf Rang 14, Vanessa Hinz wurde 49. Wie schon zuvor im Männer-Sprint hatten auch die Damen mit dem böigen Wind zu kämpfen. Dahlmeier lag bis zum letzten Schießen auf Medaillenkurs, musste dann aber zwei Strafrunden laufen. "Es waren schwierige Bedingungen, mich ärgern alle drei Fehler", sagte sie. Weil sie aber die mit Abstand beste Laufzeit ablieferte, geht Dahlmeier mit guten Aussichten in die Verfolgung am Sonntag: "Da muss man am Schießstand wieder sauber arbeiten, dann ist einiges möglich."

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