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Musik

Ayo - Frankreich

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Ayo heißt Joy heißt Freude

Eine deutsche Sängerin macht in Frankreich Furore: Joy Olesomibo Ogumakin, Künstlername Ayo. Bereits zwei Wochen nach Veröffentlichung bekam sie Gold für ihr Debüt "Joyful" – einer sehr gefühlvollen Soul-Reggae-Platte. In Frankreich erreichte es 2006 Doppel-Platin für mehr als 400.000 verkaufte Exemplare, Platin in Deutschland und Polen, Gold in der Schweiz and Italien.

"Einfach raus aus Deutschland"

Die Tochter eines Nigerianers und einer rumänischen Roma wurde in Frechen geboren. Danach bestellten ihre Eltern laufend den Umzugswagen: Viersen, Wesel, Mönchengladbach, Düsseldorf, Dormagen, Pulheim. Als sie sechs Jahre alt war, wurde ihre Mutter drogenabhängig. Von nun an wuchs Ayo. mit ihrem Vater, ihrer Schwester und ihren zwei Brüdern auf. Nachdem Ayo dann von zuhause ausgezogen war, trieb es sie wieder woanders hin: nach Hamburg. Auch dort blieb sie nur zwei Jahre: "Ich wollte einfach raus, weil ich überhaupt keinen Bock mehr hatte, in Hamburg zu bleiben - und auch nicht in Deutschland". Über London kam sie irgendwann nach Paris. Dort konnte sie Musik machen und durch Auftritte in Bars und Clubs ihren – wenn auch geringen – Lebensunterhalt finanzieren.

Gute Zeit ohne Geld

Wenn Ayo von ihrer Vergangenheit spricht, dann glänzen ihre Augen. "In Paris hatte ich nie legal eine Wohnung. Ich bei Freunden gelebt", erzählt sie. "Es gab da auch Zeiten, wo ich mir noch nicht einmal ein Metro-Ticket hätte holen können. Aber es gab immer Wege für mich, das zu meistern. Das war eine gute Zeit."

Schließlich wurde sie entdeckt, auf einmal ging alles ganz schnell - und vorbei war es mit der romantische Armut. Der Produzent der amerikanischen Sängerin Norah Jones produzierte auch Ayos Debüt. In nur fünf Tagen war alles im Kasten, das gesamte Album wurde in New York fast wie ein Live-Mitschnitt produziert. In Europa wurde das Album begeistert aufgenommen.

Genug Geld für die Subway

Ayo hat es da aber schon wieder weitergetrieben. Mit ihrem Mann, dem deutschen Reggaesänger Patrice, und ihrem Sohn Nile zog sie Ende 2007 ins West Village im New Yorker Stadtteil Manhattan. Genug Geld für die Subway dürfte die Kleinfamilie inzwischen haben.