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Herne

Autos von SPD-Politikerin Michelle Müntefering angezündet

Unbekannte haben Brandanschläge auf zwei Autos der Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering verübt. Eine groß angelegte Suche nach den Tätern blieb erfolglos. Die Brandstiftung könnte Teil einer Anschlagsserie sein.

Feuerwehrleute am Tatort (picture-alliance/dpa/News-Report-NRW/D. Knopp)

Feuerwehrleute am Tatort

Erneut sind Autos einer Politikerin im Ruhrgebiet von Unbekannten durch einen Brandanschlag beschädigt worden: In Herne gingen in der Nacht zwei Autos der SPD-Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering in Flammen auf.

Nach Polizeiangaben brannten das Privatauto der Politikerin sowie ein Auto der SPD. Am Parteiwagen sei eine Scheibe eingeschlagen und womöglich ein Molotow-Cocktail in den Innenraum geworfen worden, sagte ein Polizeisprecher. Es sei ein höherer Schaden entstanden. Die Ermittler gingen von Brandstiftung aus. 

Michelle Müntefering (picture alliance/dpa/G.Fischer)

Michelle Müntefering im Bundestag

Zeugen haben demnach zwei schwarz gekleidete Männer weglaufen sehen. Zumindest einer habe eine Sturmhaube getragen. Suchmaßnahmen der Polizei unter anderem mit einem Hubschrauber und mit Unterstützung eines Hundeführers blieben zunächst erfolglos. Ermittelt wird demnach in alle Richtungen. Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund aber nicht aus.

"Ich bin entsetzt über die hohe kriminelle Energie, die sich hier auf offener Straße entzündet", sagte Müntefering der Deutschen Presse-Agentur. "Im Vorfeld von Wahlen zielen solche Angriffe auch auf das demokratische System insgesamt." 

Teil einer Anschlagsserie?

Müntefering sitzt seit 2013 im Bundestag, sie vertritt als Direktkandidatin den Wahlkreis Herne - Bochum II. Müntefering ist unter anderem Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Vorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe. Die 37-Jährige ist die Ehefrau des früheren SPD-Chefs Franz Müntefering.

Bereits in den Wochen vor der nordrhein-westfälischen Landtagswahl Mitte Mai waren zwei Wahlkampffahrzeuge des CDU-Landtagskandidaten Sven Rickert in Herne ausgebrannt. Auch in diesem Fall ging der zuständige Bochumer Staatsschutz von Brandstiftung aus. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Ob es einen Zusammenhang mit der neuerlichen Brandstiftung gibt, wird geprüft.

stu/as (afp, dpa)