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Testseite Wissen

Autos, Kultur und Gesundheitschecks

Deutschland ist als Reiseland ein Exportschlager. Hotels, Urlaubsregionen und Reiseunternehmen zeigten ihr vielfältiges Angebot auf einer Fachmesse in Köln. Sogar die deutschen Kliniken werben um Kunden.

Veranstaltungswerbebanner der Deutschen Zentrale für Tourismus für Auslandstouristen (Foto: DW)

...ein gutes Reiseziel

Petra Hedorfer denkt bei Urlaub an Märkte, an ausländische Märkte. Und die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) denkt an Zahlen. 60 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste haben die Hotels und Gasthäuser zwischen Flensburg und Füssen im vergangenen Jahr gezählt. Das sei ein Plus von acht Prozent im Vergleich zu 2008 gewesen. Die Finanzkrise, das zeigten die Daten, sei damit überwunden.

Der Ehrgeiz der deutschen Touristiker ist damit aber noch längst nicht befriedigt. Bis 2020 sollen 80 Millionen internationale Übernachtungen pro Jahr verbucht werden, so das Ziel. Die Mehrheit der Touristen kommt aus Europa, dann folgen Gruppen aus Asien und den Arabischen Staaten.

Spanien Europameister

Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus beim Vortrag über das Reiseland Deutschland. Anlass ist die German Travel Mart in Köln (Foto: DW)

Petra Hedorfer präsentiert Fakten

Europäer reisten zuletzt am häufigsten nach Spanien, dann nach Deutschland und Frankreich, zum Urlauben. Doch die deutschen Anbieter haben mehr zu bieten als Meer und Berge. Das zeigten Hotelinhaber, Reiseanbieter und Busunternehmer bei der "German Travel Mart", der größten Reisemesse für ausländische Veranstalter und Reiseagenten.

Die Städte, angeführt von Berlin, Hamburg und München, sind zum "Shoppen" und "Sightseeing" sehr beliebt. Doch ausländische Touristen entdecken in Deutschland immer mehr Orte zum Erholen und Entspannen.

Das Auto als Tourismusmagnet

Werbeplakat für Wellnessreisen und den Automobilstandort Deutschland, präsentiert bei der German Travel Mart in Köln (Foto: DW)

Abtauchen und abfahren

In diesem Jahr werben die Anbieter unter dem Dach der DZT besonders für Wellness- und Gesundheitsreisen und das Automobilland Deutschland. Anlass ist die Erfindung des Autos vor 125 Jahren. Baden-Württemberg feiert dies mit zahlreichen Veranstaltungen bis September. Aber "Autostädte" gibt es nicht nur im "Ländle", wo Porsche und Mercedes Benz am laufenden Band produziert werden.

Etwas ganz besonderes haben sich die Volkswagen-Manager ausgedacht. Sie haben "die" Autostadt gebaut. Unweit der Konzernzentrale in Wolfsburg ist das Erlebnis- und Kompetenzzentrum entstanden, das pro Jahr zwei Millionen Besucher anzieht. Tendenz steigend. "Rund ein Drittel der Gäste holen ihren neuen VW direkt im Werk ab und wollen sich informieren oder einfach nur entspannen", freut sich Autostadt-Pressesprecher Lino Santacruz-Moctezuma über den großen Zuspruch für das Projekt.

Urlaub für die ganze Familie

Dr. Lino Santacruz Moctezuma, Pressesprecher der Autostadt in Wolfsburg am Messetand der German Travel Mart in Köln (Foto: DW)

Dr. Lino Santacruz Moctezuma: "Konzepte für die ganze Familie"

"Hier stellt VW in Ausstelllungen seine Vision über Nachhaltigkeit und Mobilität in der Zukunft vor, sein technisches Knowhow und natürlich seine Produkte vor". Und es gibt Programme für alle Familienmitglieder. Globale Themen werden dort behandelt. Es gibt zum Beispiel Ausstellungen über Nachhaltigkeit, über mobile Lösungen für die Zukunft. Man kann auch das VW-Werk besuchen und sehen, wie ein Auto gebaut wird.

In einer angenehmen Atmosphäre treffen Design, Kultur und Technik aufeinander. Man kann entspannt einen Tag verbringen und dabei viel über diese Welt lernen - vor allem über Mobilität. Sandor Engdi, Repräsentant des ältesten ungarischen Reiseanbieters ist begeistert. Obwohl die Ungarn wegen der Nachwirkungen der Finanzkrise enthaltsamer seien bei der Urlaubsplanung, glaubt er, Männer, aber auch ganze Familien für eine Reise in die Autostadt begeistern zu können. Auch Yiljun Bao könnte sich vorstellen, dass Chinesen bei ihrem Deutschlandbesuch die Autostadt ansteuern. Er selbst sei Fan deutscher Pkw und der Automuseen in Deutschland.

Ob Auto oder OP - made in Germany steht für Qualität

Deutschland zum Wohlfühlen - mit diesem Slogan werben Touristiker und Kliniken gezielt im Ausland um Kunden. Medizinische Versorgung werde gezielt nachgefragt und gebucht, bestätigt die DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer, da das deutsche Gesundheitssystem seit vielen Jahren hohe Qualitätsstandards setze. Schwerpunktmärkte, so Hedorfer, seien der russische und der arabische Raum. "Aber wir haben auch sehr viele Gäste, Patienten aus Großbritannien, wo man sehr lange auf eine bestimmte medizinische Versorgung warten muss".

Vielleicht bieten die Touristikfachleute in Zukunft Pakete an: erst ein neues Knie und dann durchstarten mit dem neuen Auto aus Deutschland.

Autorin: Karin Jäger

Redaktion: Arne Lichtenberg

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