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Großbritannien

Auto erfasst Fußgänger vor Londoner Museum

Der Vorfall rief düstere Erinnerungen wach - doch die Ermittler stufen die Kollision im Zentrum der britischen Hauptstadt nicht als Terror-Akt ein. Mehrere Menschen wurden verletzt.

UK Fahrzeug verletzt mehrere Fußgänger in London - Mann festgenommen (Reuters/P. Nicholls)

Polizisten sichern die Straße vor dem Natural History Museum in London

Ein Auto hat in der britischen Haupstadt London Passanten auf einem Bürgersteig erfasst. Nach Angaben der Rettungskräfte kamen elf Menschen zu Schaden. Die meisten von ihnen erlitten demnach Kopf- oder Beinverletzungen.

Ein Mann sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit, ohne hierzu Einzelheiten bekanntzugeben. Das nährte zunächst Vermutungen, es könnte sich um eine terroristische Tat handeln. Doch inzwischen erklärten die Ermittler, sie sähen keine Anzeichen hierfür. Es handele es sich um einen gewöhnlichen Verkehrsunfall.

Premierministerin Theresa May dankte den Helfern und engagierten Bürgern, die den Unfallopfern beigestanden hatten. Ihre Gedanken seien bei den Verletzten, schrieb May im Kurznachrichtendienst Twitter.

Der Zusammenprall hatte sich gegen 15.21 Uhr MESZ in der Exhibition Road vor dem Natural History Museum ereignet, wo auch weitere weltbekannte Museen liegen - etwa das Victoria and Albert Museum, ein wichtiger Anlaufpunkt für Touristen.

Eine BBC-Reporterin berichtete, das Auto sei zunächst quer über die Straße gefahren. Es habe ausgesehen, als sei der Wagen gegen große Poller am Straßenrand gefahren. Die drei Ausstellungshäuser Natural History Museum, das Science Museum und das Victoria and Albert Museum wurden vorsorglich evakuiert.

UK Natural History Museum in London (picture alliance/empics/P. Toscano)

Das Natural History Museum in London (Archivbild)

Der Vorfall weckte bei vielen Menschen in London belastende Erinnerungen: Großbritannien wurde in diesem Jahr bereits fünf Mal Ziel eines Terroranschlags. Erst Mitte September explodierte in einer Londoner U-Bahn eine selbstgebaute Bombe. Rund 30 Menschen wurden dabei verletzt. Bei vorangegangenen Attacken in der Hauptstadt und in Manchester waren zahlreiche Menschen getötet worden. Im März war ein Attentäter auf der Londoner Westminster-Brücke mit einem Auto gezielt in Fußgänger gerast, bevor er einen Polizisten auf dem Gelände des Parlaments niederstach.

mas/jj (afp, dpa, rtr)