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Aktuell Welt

Auswege aus der Klimafalle gesucht

Mit Warnungen vor den dramatischen Folgen des Klimawandels hat in Katars Hauptstadt Doha die 18. Weltklimakonferenz begonnen. Während Optimisten eine "goldene Chance" sehen, fordern andere Teilnehmer rasches Handeln.

Die Leiterin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, spricht zu den Delegierten (Foto: AFP/Getty Images)

Weltklimakonferenz, Doha, Christiana Figueres

"Uns läuft die Zeit davon", mahnte Christiana Figueres, die Leiterin des UN-Klimasekretariats (siehe Artikelbild), zur Eröffnung des zweiwöchigen Klimagipfels in Doha. Es werde weder so schnell, noch so umfassend gehandelt, wie es notwendig wäre. Es sei "sicherer und weniger kostspielig, jetzt und nicht später zu handeln".

Der Konferenzchef Abdullah bin Hamad Al-Attiyah aus Katar (Foto: Reuters)

Der Konferenzchef Abdullah bin Hamad Al-Attiyah aus Katar

Der stellvertretende Ministerpräsident Katars und Konferenzchef Abdullah al-Attijah sagte: "Vor uns liegt eine goldene Chance. Wir müssen sie nutzen. Wir müssen flexibel sein und uns nicht mit Marginalien aufhalten." Der Klimawandel sei eine gemeinsame Herausforderung aller Staaten.

Katar verweist auf eigene Bemühungen

Der Vizepremier lobte Erdgas als saubere Alternative zu Kohle und Gas und wies Kritik an den hohen Emissionen seines Landes zurück. Katar gehört zu den weltgrößten Gasproduzenten und hat den höchsten Pro-Kopf-Ausstoß klimaschädlicher Gase. Der Politiker verwies auf die Klimabemühungen seines Landes, etwa bei der Solarenergie und der Forschung zur Kohlendioxid-Abscheidung.

Im Mittelpunkt des Treffens von Vertretern aus mehr als 190 Ländern steht ein Arbeitsplan für ein globales Klimaabkommen, das bis zum Jahr 2015 verhandelt werden und im Jahr 2020 in Kraft treten soll. Außerdem geht es um die Ausgestaltung der vor einem Jahr vereinbarten zweiten Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz. Zunächst beraten die Fachleute, ab dem 4. Dezember kommen die Minister hinzu.

Ist das Zwei-Grad-Ziel noch erreichbar?

Internationales Ziel ist es, die Klimaerwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Dies gilt als Wert, bei dem sich die Folgen noch kontrollieren lassen. Die Weltbank warnte vor wenigen Tagen aber bereits vor einem Temperaturanstieg um vier Grad bis 2060. Dies könnte laut Experten den Meeresspiegel dramatisch ansteigen lassen sowie Dürren und Nahrungsmittelkrisen zur Folge haben.

Video ansehen 02:15

Bringt die Klimakonferenz die Klimawende?

Der EU-Chefunterhändler Artur Runge-Metzger sagte, die Europäische Union sei "bereit", ihr Ziel zur Emissionsreduzierung bis 2020 von 20 auf 30 Prozent zu erhöhen, sofern andere Industrienationen ebenfalls ihre Ziele erhöhten. Der US-Vertreter Jonathan Pershing sagte jedoch, er "gehe nicht davon aus", dass sein Land das Ziel ändere, bis 2020 die Emissionen gegenüber 2005 um 17 Prozent zu senken. Bundesumweltminister Peter Altmaier forderte im Südwestrundfunk, Deutschland und die EU müssten beim Klimaschutz vorangehen.

kle/wl (afp, dpa, dapd)

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