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Aktuell Deutschland

Auswärtiges Amt: Erhöhte Terrorgefahr nach Drohungen der IS

Die Mordbefehle der IS-Dschihadisten gegen Bürger im Westen waren überdeutlich. Das deutsche Außenministerium warnt vor Anschlägen und Entführungen im Ausland. Dies betrifft vor allem Länder in Nahost, Afrika und Asien.

Schärfere Terrorwarnungen für deutsche Reisende rund um den Globus: für knapp 30 afrikanische, arabische und asiatische Länder, in denen islamistische Terrorgruppen aktiv sind, veröffentlichte das Auswärtige Amt am Freitag in Berlin "dringende regionale Sicherheitshinweise".

Darin heißt es, die Miliz "Islamischer Staat" (IS) habe mit "Anschlägen auf die Interessen westlicher Länder gedroht". Es sei nicht auszuschließen, dass westliche Bürger auch im Ausland "Ziel terroristischer Gewaltakte, von Entführungen und von kriminellen Übergriffen" durch IS-Sympathisanten werden könnten. Dies gilt unter anderem für Syrien, Israel, den Iran, Ägypten, Indonesien oder Thailand und noch für weitere Länder.

Lokale Besonderheiten

Entführungsrisiken bestehen nach Angaben des Auswärtigen Amtes etwa an Orten, "an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren". Deshalb werde zu "erhöhter Wachsamkeit" geraten. Menschenansammlungen sollten gemieden und den Anweisungen örtlicher Sicherheitsbehörden Folge geleistet werden. Ferner weist das Amt darauf hin, dass die Sicherheitsrisiken für Reisende von Land zu Land unterschiedlich seien und selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich bewertet werden müssten. Reisende sollten die Berichterstattung in den Medien verfolgen.

Der "Islamische Staat" hatte am Montag dazu aufgerufen, wahllos Bürger jener Staaten zu töten, die sich an der internationalen Koalition gegen die Dschihadisten beteiligen.

"Orte mit Symbolcharakter"

Das Auswärtige Amt hält ferner seinen weltweiten Sicherheitshinweis aufrecht. Demnach besteht generell die Möglichkeit von Anschlägen und Entführungen. Als vorrangige Anschlagsziele kämen vor allem Orte mit Symbolcharakter in Frage, schreibt das Amt weiter. Dazu zählten insbesondere Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen. Es könne zu Sprengstoffanschlägen, Angriffen mit Schusswaffen, Entführungen und Geiselnahmen kommen

Eine Anschlagsgefahr bestehe insbesondere in Ländern und Regionen, wo bereits wiederholt Terrororganisationen aktiv waren, wo Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder wo Anschläge mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können.

cw/sc (afp, dpa, AA)