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Wirtschaft

Ausverkauf und Panik

An der Frankfurter Börse herrschte am Freitag Ausverkaufsstimmung, um nicht zu sagen Panik. Eine Umsatzwarnung des viertgrößten US-Telekom-Unternehmens Sprint brachte alle Telekomwerte in Europa unter Druck.

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Ausverkauf - auch bei adidas

Plötzlich gab es kein Halten mehr. Die Anleger reagierten panisch, sagten Händler, denn die Umsätze waren sehr hoch. Der Deutsche Aktienindex schloss die Woche bei 4.303 - ein Minus von 166 Punkten oder 3,7 Prozent.

Am Neuen Markt brach der NEMAX 50 Index um knapp 23 Punkte oder 3,4 Prozent auf 653 Zähler ein. Im Tagesverlauf hatte ein neues Allzeittief von 628,8 Punkten gesehen. Das bisherige Rekordtief im Handelsverlauf hatte der NEMAX 50 am 21. September 2001 bei 641 Zählern erreicht, nach den Terroranschlägen in den USA.

Die T-Aktie notierte mit einem Minus von 3,8 Prozent bei 9,82 Euro. Das Papier ist damit erstmals unter zehn Euro gesunken, ist aber bei weitem nicht der größte Verlierer. Im DAX gabt es nicht einen einzigen Gewinner, die Verluste gingen quer durch alle Branchen. Adidas verloren 6,1 Prozent, DaimlerChrysler 5,2, SAP 5,3 und Epcos 4,9 Prozent, fast alles war am Freitag im Sonderangebot zu haben.

MLP-Aktien kamen mit einem Minus von 0,3 Prozent noch am besten weg, nachdem der Chef des Heidelberger Finanzdienstleisters, Bernhard Termühlen, rechtliche Schritte gegen die Anleger-Zeitschrift "Börse Online" angekündigt hatte. Die Zeitschrift hatte bereits zum zweiten mal über angebliche Bilanzunregelmäßigkeiten bei MLP berichtet.

Der Rentenmarkt profitierte natürlich von der schlechten Stimmung an den Aktienmärkten: Der REX stieg um 0,49 Prozent auf 112,52 Punkte. Der Bund-Future zog 0,37 Prozent auf 106,13 Zähler an. Die Umlaufrendite wurde mit 4,84 Prozent festgestellt, zwölf Stellen niedriger als am Donnerstag.

Der Kurs des Euro ist am Freitag gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs bei 0,9478 (Donnerstag: 0,9417) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0551 (1,0619) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 82,53 (- 5,37)

Allianz 205,32 (- 7,73)

BASF 44,05 (- 1,70)

Bayer 31,67 (- 1,13)

HypoVereinsbank 32,14 (- 1,51)

BMW 39,88 (- 2,12)

Commerzbank 16,43 (- 0,52)

DaimlerChrysler 46,21 (- 2,54)

Degussa 36,00 (- 0,15)

Deutsche Bank 66,90 (- 2,01)

Deutsche Post 14,44 (- 0,52)

Deutsche Telekom 9,82 (- 0,39)

E.ON AG 55,01 (- 1,41)

EPCOS 34,39 (- 1,76)

Fresenius Med. Care 48,70 (- 1,94)

Henkel 73,55 (- 2,15)

Infineon Techno 15,48 (- 0,42)

Linde 51,23 (- 1,43)

Lufthansa 13,65 (- 0,40)

MAN 21,42 (- 0,43)

Metro 32,07 (- 1,38)

MLP 32,42 (- 0,10)

Münchener Rück 215,91 (- 9,75)

Preussag 26,08 (- 1,08)

RWE 38,20 (- 0,66)

SAP 103,10 (- 5,80)

Schering 58,31 (- 2,04)

Siemens 59,39 (- 2,12)

ThyssenKrupp 16,27 (- 0,68)

VW 51,37 (- 2,28)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank: Ein Euro kostete am Freitag 0,9478 amerikanische Dollar oder 0, 6420 britische Pfund oder 1,4752 schweizer Franken oder 117,75 japanische Yen.

  • Datum 14.06.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2QBI
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