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Aktuell Welt

Australische Initiative zum Schutz des Meeres

Australien hat die Schaffung des weltweit größten Netzwerkes von Meeresschutzgebieten angekündigt. Es soll 44 Meeresparks umfassen und Modell für andere Staaten sein.

Auf einer Fläche von insgesamt 3,1 Millionen Quadratkilometern sollen bedrohte Tierarten wie der Sandtigerhai, der Dugong sowie der Blauwal und die Suppenschildkröte besser geschützt werden.

Umweltminister Tony Burke erklärte, Australien schaffe damit ein Nationalparksystem für den Ozean. "Wir haben beschlossen, beim Schutz der Meere die Führungsrolle in der Welt zu übernehmen." Die Planungen sehen unter anderem eine Ausweitung des Schutzes auf die Korallen-See und -Riffe bis weit hinaus in den Ozean vor. Für die Erkundung von Gas- und Ölvorkommen in den maritimen Schutzgebieten soll es schärfere Bestimmungen geben, ebenso wie für den Fischfang.

Nicht nur Zustimmung

Die Australian Marine Alliance, die die australische Fischereiindustrie repräsentiert, warnte bereits, die Pläne der Regierung könnten zu schweren Einbußen führen. Am meisten zu leiden hätten die Gemeinden an der Küste, sagte der Chef des Fischerei-Verbandes, Dean Logan, dem australischen Rundfunk. Hingegen begrüßte die Umweltschutzorganisation Australian Conservation Foundation die Initiative der Regierung als "historische Errungenschaft".

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff spricht zur Eröffnung des UN-Umweltgipfels (Foto: picture alliance / ZUMA Press)

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff spricht zur Eröffnung des UN-Umweltgipfels

Auf dem soeben in Brasilien begonnenen Umweltgipfel "Rio+20" will Minister Burke die australischen Pläne in der kommenden Woche als Modell für andere Küstenanrainer vorstellen. Auf der bisher größten Konferenz der Vereinten Nationen wollen bis zum 22. Juni rund 50.000 Teilnehmer über nachhaltige Entwicklung beraten. Gegen Ende der Konferenz wollen rund 130 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt nach Rio de Janeiro kommen. Deutschland wird in dieser Phase von Umweltminister Peter Altmaier (CDU) und Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) vertreten werden.

wl/fab (dpa, afp, dapd)