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Aktuell Welt

Australier kämpfen gegen die Wassermassen

Die Wetterextreme halten Australien weiter in Atem: Die Hochwasser-Katastrophe breitet sich rasant in Richtung Süden aus. Tausende Menschen sitzen in Notlagern.

An einem 700 Kilometer langen Küstenstreifen kämpfen Menschen und Rettungsdienste gegen die Wassermassen. Das Hochwasser an der australischen Ostküste kommt fast überall mit ungeheurer Wucht. Stundenlanger Sturzregen lässt die Flüsse anschwellen, ein Sturm peitscht das Meer auf. Dämme brechen, Straßen werden in kürzester Zeit zu reißenden Strömen. Nun soll das Militär retten, was zu retten ist.

Warnungen ignoriert

Vier Menschen kamen bisher ums Leben. In Queensland sind mehr als 160.000 Haushalte ohne Strom. Die Stadt Bundaberg ist nur noch aus der Luft zu erreichen. Dort hatten viele Menschen die Aufrufe zur Flucht ignoriert. Nun sind ihnen die Fluchtwege abgeschnitten.

Regierungschef Campbell Newman beschwor verbliebene Einwohner, auf die Dächer zu steigen, damit sie mit Hubschraubern gerettet werden können: "Wir fürchten, dass die Häuser von ihren Fundamenten gerissen und fortgespült werden", sagte er dem Sender SkyNews.

Bis spät in die Nacht waren 14 Hubschrauber im Einsatz. Sie zogen mehr als 1000 Menschen an Seilwinden hoch und brachten sie in Sicherheit. Auch die Patienten des Krankenhauses waren darunter.

Die Millionenstadt Brisbane in Queensland und der weiter südlich gelegene Bundesstaat New South Wales sind in höchster Alarmbereitschaft. Brisbane war von der Jahrhundertflut im Januar 2011 besonders betroffen. Damals stand das Wasser in der Stadt in 20.000 Häusern.

rb/gmf (afp, dpa)

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