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Reise

Australien: Streit um Backpacker-Steuer

Reisen und arbeiten. Dieses Konzept lockt Backpacker aus der ganzen Welt nach Australien. Nun sorgt die geplante Steuer für jobbende Rucksacktouristen im Parlament für neuen Ärger.

Eigentlich sollte der Steuersatz für "Working Holiday"-Touristen ab Januar 2017 auf 32,5 Prozent steigen. Auf Druck der heimischen Landwirte senkte Australien jedoch die geplante Steuererhöhung für jobbende Backpacker aus dem Ausland im September auf 19,5 Prozent. Nun wird über die Höhe der Steuer erneut diskutiert.

Am Donnerstag hatten die Oppositionsparteien versucht, die Steuer auf 10,5 Prozent zu drücken, doch das Abgeordnetenhaus legte ein Veto ein. Die konservative Regierung droht nun, zu ihrem ursprünglichen Plan einer 32,5 Prozent-Besteuerung zurückzukehren, wenn der Senat den 19,5-Vorschlag nicht annehme.

In den Jahren 2014 und 2015 vergab die Einwanderungsbehöre 226.812 "Work and Travel"-Visas. Es erlaubt Touristen, die nicht älter als 31 sind, ein Jahr lang in Australien zu arbeiten und zu reisen. Die meisten Visas gingen an Briten. Mit etw 24.000 Interessenten stellten die Deutschen die zweitgrößte Gruppe, gefolgt von Südkoreanern, Franzosen und Taiwanesen.

Bislang mussten die jobbenden Backpacker auf die ersten 18.000 australischen Dollar (12.600 Euro) keine Steuern zahlen. Die meisten verdienten weniger. Auch Australier zahlen auf einen Verdienst bis zu dieser Höhe keine Steuern.

at/cho (dpa,afpe)