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Syrien

Australien setzt Luftangriffe in Syrien aus

Die Drohung Russlands, Flugzeuge der US-geführten Militärkoalition über Syrien abzuschießen, zeigt Wirkung. Die australische Regierung zieht sich vorläufig aus dem Einsatz in dem Bürgerkriegsland zurück.

Australien International Airshow (picture alliance/dpa/AA/A. B. Ratnayake)

Australische Kampfjets

Das australische Militär fliegt nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch die USA vorläufig keine Luftangriffe mehr in Syrien. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte das australische Verteidigungsministerium mit. Der Schritt war eine Reaktion auf Drohungen Russlands, künftig alle Flugobjekte der von den USA angeführten Anti-IS-Allianz im russischen Einsatzgebiet über Syrien als potenzielle Ziele zu betrachten. Australien ist neben westlichen und arabischen Staaten Mitglied dieser Militärallianz. Das russische Verteidigungsministerium setzte außerdem eine Sicherheitsvereinbarung mit den USA aus, die Kollisionen im syrischen Luftraum vermeiden soll.

Spannungen zwischen USA und Russland

Hintergrund für die Spannungen zwischen Russland und der Allianz ist der Abschuss eines syrischen Jets am Sonntag. Das Flugzeug habe von den USA unterstützte Rebellen bombardiert, die in der Region gegen die Islamisten-Miliz IS gekämpft hätten. Die syrische Regierung bestritt diese Darstellung und erklärte, der Jet habe IS-Ziele angegriffen. Die russische Regierung sprach von einem "Akt der Aggression". Es war der erste Abschuss eines syrischen Kampfflugzeugs in dem seit sechs Jahren anhaltenden Bürgerkrieg.

Um Deeskalation bemüht

Das Pentagon signalisierte, dass es sich rasch um Deeskalation bemühen wolle. Der Kommunikationskanal mit dem russischen Militär habe "in den vergangenen acht Monaten sehr gut funktioniert", sagte der Generalstabschef der US-Streitkräfte, Joe Dunford. Deshalb solle in den kommenden Stunden auf diplomatischer und militärischer Ebene darauf hingewirkt werden, diesen Kanal wieder zu eröffnen.

Russland ist im syrischen Bürgerkrieg der wichtigste Verbündete von Staatschef Baschar al-Assad. Bereits im April hatte Moskau gedroht, die Sicherheitsvereinbarung mit den USA auszusetzen - damals als Reaktion auf einen von US-Präsident Donald Trump angeordneten Raketenangriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt.

bri/as (afp,dpa)