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WM-Qualifikation

Australien lässt Syriens WM-Traum platzen

Syriens Fußballnationalmannschaft wird nicht an der WM 2018 in Russland teilnehmen. Die Syrer verlieren das Playoff-Rückspiel in Australien - allerdings erst in der Verlängerung.

Wie bitter! In der 120. Minute schoss Omar al-Soma einen Freistoß an den Pfosten. Viel fehlte nicht und der Torjäger der Syrer, der mit seinem Treffer Anfang September zum 2:2 in Teheran gegen Iran sein Team in die Playoffs zur WM 2018 geschossen hatte, wäre erneut zum Helden geworden. So aber sorgte das Aluminium dafür, dass der Traum der Syrer von der erstmaligen Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft geplatzt ist. Nach dem 1:1 im Hinspiel verlor Syrien das Rückspiel vor 42.000 Zuschauern in Sydney gegen Australien mit 1:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung. Matchwinner der Australier war Kapitän Tim Cahill, der beide Treffer für die Heimmannschaft erzielte. 

Rote Karte in der Verlängerung

Cahill bejubelt seinen zweiten Treffer gegen Syrien. Foto: Getty Images

Cahill bejubelt seinen zweiten Treffer gegen Syrien

Omar al-Soma hatte Syrien früh in Führung gebracht (6. Minute). Cahill sorgte nach einer Flanke von Mathew Leckie, Profi des Bundesligisten Hertha BSC, per Kopfball schnell für den Ausgleich (13.). Die Vorentscheidung fiel zu Beginn der Verlängerung. Syriens Mahmoud Al Mawas musste nach einer harten Attacke gegen Robbie Kruse, der sein Geld beim Zweitligisten VfL Bochum verdient, mit Gelb-Rot vom Platz. In der Folge drängten die Gastgeber auf die Entscheidung. In der 109. Minute war Cahill nach einer Flanke von Kruse erneut mit dem Kopf zur Stelle. Das Spiel blieb bis zum Abpfiff auf Messers Schneide, doch mit al-Somas Pfostentreffer war auch die letzte Chance für Syrien dahin. Während Syrien damit ausgeschieden ist, steht Australien in der letzten Qualifikationsrunde. Dort geht es gegen den Tabellenvierten der Qualifikation der Konföderation für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF). Das ist derzeit Panama, andere mögliche Gegner sind Honduras und die USA.

Wie schon bei den letzten WM-Qualifikationsspielen der Syrer verfolgten Tausende von Menschen auf Plätzen in der syrischen Hauptstadt Damaskus auf Leinwänden die Partie in Sydney.

sn/ck (sid, dpa)

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