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Australien könnte für Riesenüberraschung sorgen

David gegen Goliath: WM-Debütant Australien tritt am Montag gegen Italien an, das mit zu den Favoriten zählt. Einer vom Team der "Aussis" hat den großen Gegner immerhin schon mal besiegt: Trainer Guus Hiddink.

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Jetzt hat Italien die Chance zur Revanche gegen den niederländischen Trainer Hidding. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 kickte das damals vom niederländische Coach betreute Südkorea die "Squadra Azzurra" im Achtelfinale aus dem Turnier. Zwar ist Südkorea bei dieser WM bereits in der Vorrunde ausgeschieden - aber Hiddink ist weiter dabei. Der holländische Trainer trainiert inzwischen Australien, eine der wenigen Überraschungsmannschaften des Turniers. Am Montag (26.6., 17 Uhr) treten die "Socceroos" in Kaiserslautern gegen den dreifachen Weltmeister an.

"Italien spielt modernen Fußball"

Achtelfinale Fußball WM 2002 Südkorea- Italien 2:1 i.V.

Jaaaa! Sieg über Italien - Guus Hiddink 2002 mit Südkorea

"Ich denke, das italienische Team hat sich - verglichen zu damals - deutlich zum Positiven verändert", sagt Hiddink. Die Italiener hätten mittlerweile eine wesentlich offensivere Spielweise. Vor vier Jahren hätten sie nur mit einem Stürmer und insgesamt ausgesprochen defensiv gespielt, sagt Hiddink und warnt: "Sie haben ihre Mentalität geändert. Jetzt spielen sie modernen Fußball, deswegen sind sie weitaus gefährlicher."

Stürmer Alberto Gilardino 24.06.2006 WM Fußball Italien

Endlich darf er zeigen, was er kann: Alberto Gilardino

Alberto Gilardino war 2002 nicht dabei, und auch bei der Europameisterschaft 2004 ignorierte Ex-Trainer Giovanni Trappatoni die Forderungen, den Angreifer von AC Mailand ins Nationalteam zu berufen. Inzwischen gilt der 23-Jährige als Sturmführer der italienischen Nationalelf. "Ich hatte die Chance, mit Milan auf Hiddink zu treffen", sagt Gilardino, der damit auf die Duelle seines Vereins gegen den zwischenzeitlich von Hiddink betreuten PSV Eindhoven anspielt. "Er bereitet seine Mannschaften sehr gut vor, sie stehen immer sehr gut am Mann", fügt er hinzu. "Australien ist körperlich sehr stark, aber sie haben auch einige Schwachpunkte, und wir müssen hart dafür arbeiten, dass wir daraus einen Vorteil ziehen."

Gilardino gilt als einziger gesetzter Stürmer seines Teams. Trainer Marcello Lippi ließ den italienischen Torschützenkönig Luca Toni beim 2:0-Sieg gegen Tschechien auf der Bank. Francesco Totti hat nach seiner Verletzung noch nicht die alte Leistungsstärke erreicht. Gut möglich, dass Filippo Inzaghi von Anfang an zum Zuge kommt. Gilardinos Mannschaftskollege vom AC Mailand wurde gegen die Tschechen eingewechselt und erzielte einen Treffer. Der andere Torschütze aus dem Tschechien-Spiel, Marco Materazzi, wird voraussichtlich den verletzten Alessandro Nesta in der Innenverteidigung ersetzen. Ebenfalls fehlen wird Daniele De Rossi, der nach einem Ellenbogen-Schlag gegen den amerikanischen Stürmer Brian McBride für vier Spiele gesperrt wurde.

Hitze als Vorteil für Australien?

Wie das USA-Spiel findet auch die Partie gegen Australien in Kaiserslautern statt. Es könnte wieder sehr heiß werden - möglicherweise ein Vorteil für Australien. "Körperlich können wir es mindestens mit jedem Team aufnehmen, wenn wir nicht sogar besser sind", sagt der australische Verteidiger Lucas Neill.

Marcello Lippi Italien Coach Porträt WM 2006 Fußball

Italiens Trainer Marcello Lippi

Einige der "Socceroos" werden besonders motiviert in die Begegnung gehen. So stehen die Spieler Vince Grella und Marco Bresciano beim italienischen Erstligisten AC Parma unter Vertrag, Ersatztorhüter Zeljko Kalac beim AC Mailand. Hiddink gibt seine Aufstellungen nicht im Voraus bekannt, doch es gilt als wahrscheinlich, dass der Ex-Kaiserslauterer Mark Schwarzer wieder ins Tor zurückkehren wird, nachdem sein Vertreter Kalac gegen Kroatien böse gepatzt hatte. Fehlen werden auf jeden Fall der gesperrte Brett Emerton, Tony Popovic ist verletzt.

Einfach wird es für die Australier jedenfalls nicht: Italien, das bei allen Weltmeisterschaften seit 1962 dabei war, blieb während der letzten 21 internationalen Begegnungen ungeschlagen. Ein Lauf, zu dem auch Siege gegen die Niederlande und Deutschland gehören. Trotzdem: Eine Überraschung ist bei dieser Partie durchaus möglich. Wer hätte schon mit Australiens beachtlicher Leistung während der Vorrunde gerechnet? "Es wird fantastisch", sagt Australiens Flügelstürmer Harry Kewell. "Gegen Italien müssen wir auf den Platz rausgehen, unseren Fußball spielen und uns über den Gegner keine Gedanken machen." (chr)

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  • Datum 25.06.2006
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