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Reise

Australien beschließt Steuersatz für Backpacker

Jobbende Rucksacktouristen müssen künftig einen Steuersatz von 15 Prozent ab dem ersten verdienten Dollar zahlen. Das beschloss der Senat am Donnerstag.

Die heftig umstrittene Besteuerung von arbeitenden Rucksacktouristen ist nun beschlossene Sache. Reisende, die in Australien kurzfristig als Saisonarbeiter Geld hinzuverdienen, müssen ab Januar 2017 Steuern in Höhe von 15 Prozent auf ihren Verdienst zahlen. Der Senat in Canberra billigte den zwischen Regierung und Opposition ausgehandelten Kompromiss am Donnerstag mit 43 Ja-Stimmen. 19 Abgeordnete lehnten das Vorhaben ab.

Nach Protesten von Landwirten und der Opposition hatte sich die Regierung erst am Montag darauf geeinigt, noch deutlicher als vorgesehen von der ursprünglich geplanten Besteuerung von 32,5 Prozent abzugehen. In der vergangenen Woche hatte es zunächst geheißen, dass der Steuersatz künftig bei 19 Prozent liegen solle.

Viele Rucksacktouristen arbeiten während ihrer Australien-Reise als Erntehelfer in der Landwirtschaft und verdienen sich so etwas hinzu. Die Bauern befürchten, wegen der hohen Steuern künftig nicht mehr genug Saisonarbeiter zu finden. Bislang mussten jobbende Backpacker auf die ersten 18.000 australischen Dollar (rund 12.600 Euro) keine Steuern zahlen. Da die meisten von ihnen weniger verdienten, kamen sie ganz um Abgaben herum.

Nach Angaben der Universität Sydney sind um die 60 Prozent der australischen Erntehelfer Rucksacktouristen. Die meisten von ihnen kommen aus Großbritannien, Deutschland, Korea und Taiwan.

ks/ch (dpa, rtr)