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Sport

Australian Open nun ganz ohne Deutsche

Julia Görges und Anna-Lena Grönefeld verpassen in Melbourne den Einzug in das Endspiel im Doppel. Die letzten deutschen Tennisprofis bei dem Grand-Slam-Turnier scheitern aber nicht an ihren Gegnerinnen.

Julia Görges und Anna-Lena Grönefeld beraten sich (Foto: Scott Barbour/Getty Images)

Doppel lebt auch von Kommunikation: Julia Görges (l.) und Anna-Lena Grönefeld

Julia Görges und Anna-Lena Grönefeld stand in Melbourne nicht unbedingt das Glück zu Seite: Das Fed-Cup-Duo musste das Doppel-Halbfinale bei den Australian Open gegen die US-Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands und die Tschechin Lucie Safarova nach verlorenem ersten Satz (0:6) aufgeben. Grund dafür war eine Virus-Erkrankung von Görges. Die Einzel-Achtelfinalistin Görges hatte sich bereits in der Nacht vor ihrem ersten Grand-Slam-Halbfinale im Doppel schlecht gefühlt. In den vergangenen Tagen waren bei dem Turnier in Down Under mehrere Profis an einem Magen-Darm-Virus erkrankt.

Nach dem verlorenen ersten Durchgang nahm die sichtlich angeschlagene Görges eine medizinische Auszeit und führte ein langes Gespräch mit der herbeigeeilten Physiotherapeutin. Gemeinsam kamen sie zu der Entscheidung, dass die 26-Jährige das Spiel nicht fortsetzen wird.

Titelverteidiger Wawrinka im Halbfinale

Stanislas Wawrinka (l.) tröstet Kei Nishikori (r.) nach dem Match (Foto: Cameron Spencer/Getty Images)

Trost: Stanislas Wawrinka (l.) und Kei Nishikori

Im Herren-Einzel zog Vorjahressieger Stan Wawrinka nach einer überzeugenden Vorstellung gegen den Japaner Kei Nishikori in das Halbfinale ein. Der Schweizer gewann gegen den letztjährigen US-Open-Finalisten in drei Sätzen klar mit 6:3, 6:4 und 7:6 (8:6). Damit revanchierte sich der Weltranglisten-Vierte auch für die Viertelfinal-Niederlage gegen Nishikori im vergangenen Jahr in New York. "Das ist ein großer Erfolg und auf alle Fälle etwas Besonderes", sagte Wawrinka und wusste auch keine so rechte Erklärung dafür, warum es für ihn am anderen Ende der Welt immer besonders gut läuft. Vor einem Jahr feierte er mit seinem Final-Coup gegen den diesmal bereits ausgeschiedenen Spanier Rafael Nadal seinen ersten Titel bei einem der vier größten Turniere.

Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft Wawrinka auf Novak Djokovic, der in dem Turnier nach wie vor ohne Satzverlust ist. Im Viertelfinale bezwang der topgesetzte Serbe den kanadischen Aufschlagspezialisten Milos Raonic dank einer souveränen Vorstellung mit 7:6 (7:5), 6:4 und 6:2 und erntete anerkennenden Applaus von seinem Coach Boris Becker. Von bislang 19 Duellen mit Wawrinka hat Djokovic 16 gewonnen.

Im anderen Halbfinale bekommt es der Brite Andy Murraymit Nadal-Bezwinger Tomas Berdych aus Tschechien zu tun.

Überraschung bei den Damen

Erstmals seit fünf Jahren erreichte die Weltranglisten-Erste Serena Williams wieder das Halbfinale der Australian Open und darf damit weiter von ihrem insgesamt 19. Grand-Slam-Titel träumen. Die 33-jährige US-Amerikanerin ließ Vorjahresfinalistin Dominika Cibulkova aus der Slowakei beim überzeugenden 6:2 und 6:2 im Viertelfinale kaum eine Chance. Trotz starker Erkältung gelangen Williams im Duell mit der nur 1,61 Meter großen Cibulkova 15 Asse und vier Breaks. "Ich habe jetzt nichts mehr zu verlieren", meinte sie mit Blick auf das Halbfinale. Ein gutes Omen könnte sein: Immer wenn Williams in Melbourne in der Vorschlussrunde stand, gewann sie auch den Titel - zuletzt 2010.

Madison Keys (l.) und Venus Williams (r.) verabschieden sich nach dem Match (Foto: picture alliance/dpa)

Generationenduell: Madison Keys (l.) und Venus Williams (r.) verabschieden sich nach dem Match

Im Match um den Einzug ins Endspiel trifft die fünfmalige Melbourne-Gewinnerin Williams nun auf ihre ungesetzte Landsfrau Madison Keys. Die 19-Jährige hatte sich zuvor durch ein 6:3, 4:6 und 6:4 im Generationenduell gegen die 34-jährige Venus Williams durchgesetzt. Für Keys, die als Kind Venus Williams bewundert hatte, ist es das erste Major-Halbfinale ihrer Karriere. "Ich bin sehr happy und habe jeden Moment genossen. Natürlich wäre es noch schöner gewesen, wenn die Gegnerin heute nicht Venus gewesen wäre", sagte die Überraschungssiegerin, die sich im zweiten Satz gegen die ältere Williams-Schwester wegen einer Adduktorenverletzung behandeln lassen musste. Nach 1:55 Stunden profitierte die von der früheren Nummer eins Lindsay Davenport trainierte Keys vom insgesamt 38. unbedrängten Fehler ihrer Landsfrau Williams.

Im zweiten Semifinale stehen sich in einem russischen Vergleich Maria Scharapowa und Jekaterina Makarowa gegenüber.

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