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Reise

Ausstellung würdigt Berliner Flughafen Tempelhof

Sogenannte Rosinenbomber der Alliierten, die während der Luftbrücke 1948/49 zur Versorgung West-Berlins auf dem Flughafen starteten und landeten, machten ihn berühmt. Eine Sonderausstellung erzählt nun seine Geschichte.

Die Schau, die ab sofort im Alliierten Museum in Berlin-Dahlem zu sehen ist, zeigt Originale wie das große Drehfeuer vom Dach des Flughafens, Uniformen von Stewardessen oder Nachbildungen des Towers. Sie sollen die Atmosphäre auf dem legendären Airport nachzeichnen, der zwischen 1945 und 1993 unter US-Hoheit stand.

Tempelhof, so ein Sprecher des Museums, sei nicht nur "Heimatflughafen der Luftbrücke", sondern auch Spähposten und Schutzschild im Kalten Krieg gewesen. Für die West-Berliner sei der Flughafen das "Tor zur freien Welt" gewesen. Von dort seien Flugzeuge ins Bundesgebiet gestartet, Prominente und Politiker schritten über den roten Teppich. Erstmals werden auch Ausgrabungsfunde vom Tempelhofer Feld gezeigt, welche die NS-Vergangenheit des Geländes als Rüstungsschmiede und Zwangsarbeiterlager dokumentieren.

Die Schau mit dem Titel "Flughafen Berlin-Tempelhof. Die amerikanische Geschichte" läuft noch bis zum 19. April 2015. Derzeit wird außerdem diskutiert, das Alliierten-Museum ab 2017 von seinem jetzigen Standort in Dahlem an den Ort seiner Geschichte, das Tempelhofer Flughafengebäude, zu verlegen.

ej/at (EPD, DPA)