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Kultur

Ausstellung ehrt Marcel Reich-Ranicki

Als polternder Kopf des "Literarischen Quartetts" wurde er berühmt. Das Literaturarchiv der Goethe-Universität Frankfurt zeigt nun private Fotografien aus dem Familienbesitz Marcel Reich-Ranickis.

Marcel Reich-Ranicki wäre am 2. Juni 95 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass präsentiert die Goethe-Universität nun eine Ausstellung mit bisher unbekannten Familienfotografien aus dem Leben des wohl bekanntesten deutschen Literaturkritikers. Reich-Ranickis Sohn Andrew hat dafür erstmals die Familienalben geöffnet, die das Leben seiner Eltern von den Jahren in Polen und Großbritannien bis zu Reich-Ranickis Epoche bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" abbilden.

Die fotografischen Zeugnisse reichen von 1945, als Reich-Ranicki nach Kriegsende das völlig zerstörte Warschauer Getto besuchte, über seine Jahre als Konsul in London und seine Zeit als Literaturkritiker in Warschau, als Mitarbeiter der Wochenzeitung "Die Zeit" und Literaturchef der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bis hin zu seinem letzten Lebensjahr 2013.

Verbund mit weiteren Museen

Zu der Inszenierung der etwa 200 Familienfotos steuert das Historische Museum den Schreibtisch Reich-Ranickis bei, das Jüdische Museum seine Sammlung von Autorenbildern, das Literaturarchiv der Goethe-Universität den Lesesessel aus der Privatwohnung und die Freundin und Nachbarin Eva Demski das Biedermeierensemble, an dem Teofila und Marcel Reich-Ranicki Weihnachten feierten. Außerdem seien laut Literaturarchiv Archivalien aus seiner "beruflichen und intellektuellen Heimat", der FAZ, ausgestellt.

Die Ausstellung zu Ehren Marcel Reich-Ranickis wird an diesem Donnerstag (28.05.) eröffnet und ist bis zum 30. Juni zu sehen.

pj/suc (epd/Goethe-Universität Frankfurt)