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Aktuell Europa

Ausschreitungen in Belfast

Wenn Protestanten im nordirischen Belfast auf die Straße gehen, bedeutet das für die Behörden oft Alarmzustand. Der schwelende Konflikt mit den Katholiken flammt dann wieder auf.

Bei Ausschreitungen in Belfast wurden mindestens neun Polizisten verletzt. Foto: Reuters

Ausschreitungen in Belfast

Am Rande einer traditionellen Parade von Protestanten zum Jahrestag einer historischen Schlacht mit den Katholiken gab es Zusammenstöße mit der Polizei. Die Sicherheitskräfte, die im Norden der nordirischen Hauptstadt mit hunderten Beamten im Einsatz waren, setzten Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein. Zuvor hatten diese ein brennendes Auto in Richtung der Polizei geschoben sowie Molotowcocktails auf die Beamten geworfen. Mindestens neun Polizisten wurden Agenturberichten zufolge verletzt.

Marsch der Oranier

Begonnen hatte alles, als eine kleine Gruppe von Mitgliedern des protestantischen Oranier-Ordens traditionell durch das mehrheitlich katholische Viertel Ardoyne marschierte. Durch die Polizei von einer katholischen Gegendemonstration getrennt, beschimpften sich beide Seiten, bevor es dann Ausschreitungen gab. Mit dem Marsch wollten die Protestanten an den Sieg "ihres" Königs Wilhelm III. über seinen katholischen Rivalen Jakob II. bei der Schlacht am Boyne im Jahr 1690 erinnern. Der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken bestimmt den Alltag in Nordirland seit vielen Jahren.

ml/nis (afp, dpa)