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Aktuell Asien

Ausschreitungen in Bangkok

Thailand ist gespalten in Anhänger der Rothemden und der rivalisierenden, königstreuen Gelbhemden. Nach heftigen Unruhen war es seit Mitte 2011 relativ ruhig. Neue Proteste wurden jetzt gewaltsam aufgelöst.

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok haben etliche tausend Royalisten gegen die Regierung von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra demonstriert. Am Rande der Demonstration kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die Beamten setzten Tränengas ein, als Demonstranten Stacheldraht und Absperrungen vor einem Gebäude der Vereinten Nationen entfernten. Zudem wurden rund hundert Menschen festgenommen.

Mit etwa 12.000 Teilnehmern war es die größte Kundgebung der Opposition seit dem Amtsantritt von Shinawatra im Sommer 2011. Die Polizei war mit 17.000 Beamten im historischen Zentrum der Hauptstadt präsent. Nach den Ausschreitungen kamen 5700 weitere Ordnungskräfte hinzu. Mehrere Menschen wurden verletzt. Trotz der Zusammenstöße erlaubte die Polizei, die Kundgebung fortzusetzen.

Ex-General: "Regierung stürzen"

Zu den Protesten hatte die ultraroyalistische Gruppe Pitak Siam aufgerufen, die als Erkennungszeichen gelbe Hemden hat. Deren Chef, Ex-General Boonlert Kaewprasit, erklärte öffentlich: "Ich verspreche, dass wir diese Regierung stürzen werden".

Ministerpräsidentin Shinawatra hatte am Donnerstag in einer Fernsehansprache gewarnt, es sei möglich, dass die Demonstranten Gewalt einsetzen könnten, um "die Demokratie" zu stürzen. Die Regierung setzte in drei Distrikten der Hauptstadt ein besonderes Sicherheitsgesetz in Kraft. Die Ministerpräsidentin ist die Schwester des umstrittenen früheren Regierungschefs Thaksin Shinawatra, der bei ärmeren Bürgern weiterhin beliebt ist.

Im Jahr 2010 hatte es bei Protesten von Shinawatras Rothemden-Bewegung gegen die damalige königstreue Regierung rund 90 Tote gegeben. Seit dem Wahlsieg von Yingluck Shinawatra hat sich die Situation beruhigt.

hp/sti (afp, rtr, dpa)