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Welt

Ausländer in Äthiopien getötet

In Äthiopien haben Unbekannte eine Reisegruppe überfallen. Laut unbestätigten Berichten sollen ein Bundesbürger getötet und zwei weitere gekidnappt worden sein. Das Auswärtige Amt prüft die Hinweise.

Blick auf den Vulkan Erta Ale (Foto: picture alliance)

In dieser Gegend soll die Reisegruppe überfallen worden sein

Der Überfall ereignete sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung unweit des Vulkans Erta Ale im Nordosten des Landes nahe der Grenze zu Eritrea. Das Blatt beruft sich auf Sicherheitskreise in Berlin. Laut "Bild" wurden ein deutscher und ein österreichischer Tourist getötet. Weiter heißt es, zwei Deutsche seien entführt worden, ein Mitglied der Reisegruppe werde vermisst. Insgesamt dürften der Gruppe acht oder neun Bundesbürger und zwei Österreicher angehört haben.

Das staatliche Fernsehen in Äthiopien spricht von fünf getöteten Urlaubern. Zwei Touristen seien bei dem Überfall in der Region Afar schwer verletzt worden, ein Urlauber habe flüchten können. Die Täter seien aus Eritrea gekommen.

Auswärtiges Amt prüft

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, den Hinweisen auf den Überfall auf eine Reisegruppe mit deutschen Staatsangehörigen in Äthiopien werde mit Hochdruck nachgegangen. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Addis Abeba seien um Aufklärung des Sachverhalts und des Schicksals der Deutschen bemüht.

Das österreichische Außenministerium in Wien bestätigte den Angriff. Gemeinsam mit den Zuständigen im deutschen Auswärtigen Amt und den äthiopischen Behörden sei man dabei, die Umstände des Überfalls zu verifizieren, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal.

Der Vulkan Erta Ale liegt im Nordosten in der Danakil-Wüste, einer der heißesten und ärmsten Regionen der Erde, die vom Nomadenvolk der Afar bewohnt wird. In dem Gebiet waren 2007 fünf Europäer - vier Briten und eine Französin - entführt worden und nach knapp zwei Wochen unbeschadet gegen Lösegeld wieder freigelassen worden.

se/pg (afp, dpa, dapd, rtr)