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Kultur

Ausgezeichnete Kapitalismuskritik

Im Rahmen der Berlinale wurde der "Preis der deutschen Filmkritik" verliehen. Er ging an "Zeit der Kannibalen": ein Spielfilm mit messerscharfen Dialogen über die Welt von Unternehmensberatern.

Es ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Filmkritikern verliehen wird - und das seit mehr als 40 Jahren. Der Preis wird nach Auskunft der Ausrichter, dem "Verband der Deutschen Filmkritik", ausschließlich nach unabhängigen künstlerischen Kriterien verliehen.

Kritik an der globalen Weltwirtschaft

Freuen über den Preis darf sich der Regisseur Johannes Naber. Sein Film "Zeit der Kannibalen", der Einblicke in Leben und Wirken von global agierenden Unternehmensberatern gibt, wurde jetzt in drei Hauptkategorien ausgezeichnet. In der Königsdisziplin "Bester Spielfilm" gewann Nabers Werk ebenso wie in den Kategorien "Bestes Drehbuch" (Stefan Weigl) und "Bester Darsteller" (Sebastian Blomberg). "Zeit der Kannibalen" war im vergangenen Jahr bei verschiedenen Festivals und anschließend auch im Kino gelaufen.

Filmszene Zeit der Kannibalen (Foto: Farbfilm)

Irrwitzige Szenen: der Unternehmensberater, verkörpert von Sebastian Bloomberg (l.), interessiert sich auch fürs Detail

Ehrung für Altgediente der Berlinale

Als beste Darstellerin erhielt Liv Lisa Fries den Preis unter anderem für ihren Auftritt in dem Film "Staudamm". Weitere Auszeichnungen gingen an Dominik Grafs "Die geliebten Schwestern" und "Die Frau des Polizisten". Als bester Dokumentarfilm wurde André Schäfers "Deutschboden" geehrt. Einen Sonderpreis fürs Lebenswerk erhielten Erika und Ulrich Gregor, die langjährigen Leiter des "Forums" der Berlinale, der neben dem Wettbewerb wichtigsten Programm-Sektion der Berliner Filmfestspiele. Im Rahmen der Berlinale wurde der Preis der deutschen Filmkritik jetzt auch verliehen.

jk/ld (dpa/Verband der Deutschen Filmkritik)

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