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Presse

Ausgezeichnet: Jannis Papadimitriou

Jannis Papadimitriou, Athen-Korrespondent der DW, erhält den Journalistenpreis der Südosteuropa-Gesellschaft „in Anerkennung seiner hervorragenden Berichterstattung über Südosteuropa“.

Papadimitriou, 46, wurde im Nordwesten Griechenlands geboren und legte sein Abitur an der Deutschen Schule in Athen ab. In Bonn studierte er Rechtswissenschaften und legte 1998 das Erste Staatsexamen mit dem Wahlfach Völker- und Europarecht ab. Nebenher begann er als Freier Mitarbeiter für die Athener Tageszeitung „Akropolis“ zu arbeiten. In dieser Zeit entstanden auch erste Beiträge für die Griechisch-Redaktion der DW sowie für die mehrsprachige TV-Reihe „Babylon“ des WDR.

2001 zog es den Journalisten zurück nach Athen, wo er überwiegend bei Privatsendern TV-Erfahrung sammelte. Es folgten unter anderem Einsätze als Berichterstatter aus dem Europäischen Parlament für die DW, die taz, das Deutschlandradio und mehrere griechische Medien.

Verständigung statt Anklage

„Übt er Kritik, bleibt er sachlich und fair, wird niemals polemisch oder sarkastisch“, würdigt Dietrich Schlegel, Vorstandsmitglied der Südosteuropa-Gesellschaft, die Arbeit Papadimitrious. Es gelinge ihm immer wieder, alle Spektren des politischen Lebens abzudecken. Seine Beiträge zeichneten sich „durch ein hohes Maß an Authentizität aus“, so Schlegel, ehemaliger Chefredakteur der DW, weiter. Papadimitriou habe wiederholt bei deutschen Hörern und Lesern um Verständnis für die sozialen Nöte der griechischen Bevölkerung geworben, etwa bei der geplanten, einschneidenden Rentenreform. Schlegel hebt ein weiteres Verdienst hervor: Der Preisträger habe häufiger darauf aufmerksam gemacht, dass bereits vor dem Wahlsieg der griechischen Partei Syriza die konservativen und sozialdemokratischen Regierungen nur wenige der auch damals schon von EU und Weltwährungsfonds geforderten Reformen umgesetzt hätten.

Schließlich habe sich Papadimitriou um ein ausgeglichenes und möglichst entspanntes deutsch-griechisches Verhältnis bemüht. Dies werde auch im 2013 im Frankfurter Westend Verlag erschienenen Sammelband „So sieht uns die Welt – Ansichten über Deutschland“ dokumentiert. Papadimitriou hatte dafür einen Beitrag aus griechischer Perspektive verfasst.

Profundes Wissen

Spiros Moskovou, Leiter der Griechisch-Redaktion, freut sich über die bevorstehende Auszeichnung seines Mitarbeiters: „Ein sehr guter Journalist mit profunden Kenntnissen in Politik und Wirtschaft.“

Papadimitriou erhält den Journalistenpreis am Samstag, 6. Februar, anlässlich der Jahresversammlung der Gesellschaft in Tutzing.

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