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Sport

Aus Liebe zum Schoßhund

Ein Startrainer wurde wegen seiner Liebe zum Schoßhündchen inhaftiert, der Kaiser hat einen neuen Job bei der FIFA und zum Champions-League-Endspiel soll gestreikt werden - die Fußballnachrichten.

Hundeliebhaber, Choleriker, Starcoach. Quelle: AP

Hundeliebhaber, Choleriker, Starcoach

Mourinho sieht rot

Sein Einsatz für ein kleines Schoßhündchen mit rosa Schleife im Haar brachte Chelsea-Trainer Jose Mourinho eine Festnahme durch Scotland Yard und eine halbe Nacht auf einer Londoner Polizeiwache ein. Der Coach hatte sich der Anordnung zweier Polizisten und eines Veterinärbeamten widersetzt, die seinen Yorkshire-Terrier wegen angeblichen Verstoßes gegen die Heimtier-Verordnung mitnehmen wollten.

Für den 44 Jahre alten Trainer war es wie auf dem Fußballplatz. Sein Schützling wurde angegriffen, da flippte der hitzköpfige Portugiese aus und legte sich mit den Männern in Uniform an. Nur hatte er es diesmal nicht mit Schiedsrichtern zu tun, sondern mit Polizisten von Scotland Yard. Die terrorerprobten Beamten fackelten nicht lange, ließen die Handschellen klicken und brachten den tobenden Mourinho auf die Polizeiwache Belgravia im Londoner Stadtteil Chelsea.

Der bestbezahlte Trainer der Welt hatte am Dienstagabend mit seiner Mannschaft an der Preisverleihung zum "Spieler des Jahres" teilgenommen, als ihn der Anruf seiner Frau Tami erreichte. Ein Tierarzt und zwei Polizisten wollten das Familienhündchen unter Quarantäne stellen, da es jüngst bei der Rückkehr von einer Auslandsreise nicht geimpft worden sei.

"Mourinho sah daraufhin rot", schrieb die Boulevardzeitung "The Sun" am Mittwoch. Er eilte nach Hause, packte sich vor den Augen der verdutzten Beamten den Hund und jagte ihn aus dem Haus in die dunkle Londoner Nacht. Umgehend wurde er "wegen des Verdachts auf Vereitelung einer polizeilichen Anordnung festgenommen", wie Scotland Yard mitteilte. Vom Yorkshire Terrier fehlt seitdem jede Spur.

Polizeistreik in Athen

Die Gewerkschaft der Athener Polizei hat für den Tag des Endspiels in der Fußball-Champions-League einen Streik angekündigt und damit Sorgen um die Sicherheit bei der Partie zwischen dem AC Mailand und dem FC Liverpool ausgelöst. Die griechischen Polizisten werden nach Ansicht ihrer Gewerkschaft zu schlecht bezahlt. Mit dem Streik wollen sie zudem für bessere Arbeitsbedingungen prostestieren, berichtete das staatliche griechische Fernsehen (NET) am Mittwoch. Regierungsvertreter versicherten, dass die Sicherheit des Spiels trotz der "ärgerlichen Machenschaften" nicht gefährdet sei.

Zu der Partie im Athener Olympiastadion werden rund 14.000 Fans aus Italien und 20.000 Engländer erwartet. Sie sollen in unterschiedlichen Terminals des Athener Großflughafens ankommen, teilte ein Sprecher des Flughafens mit. Die Italiener sollen nach ihrer Ankunft mit Zügen, die Engländer mit Bussen in ihre Hotels gebracht werden, hieß es. Nach ihrer Ankunft werden die Fans ein Armband erhalten. Die Farbe des Armbands wird definieren, wann sie nach dem Spiel das Stadion zu verlassen haben, damit es zu keinen Begegnungen der Fangruppen kommt. Zum Finale im Stadion "Spyridon Louis" werden aus Sicherheitsgründen nur 63.800 Besucher zugelassen. Das Olympiastadion von Athen fasst normalerweise 72.000 Zuschauer.

Des Kaisers neue Arbeit

Franz Beckenbauer wird in seiner neuen Rolle als FIFA-Exekutivmitglied die Fußball-Kommission leiten. Zudem soll sich der Präsident von Bayern München sozusagen als FIFA-Botschafter weltweit um Entwicklungsprojekte kümmern. Dies kündigte Weltverbands-Präsident Joseph S. Blatter in einem Interview mit der Bild-Zeitung an. Der Ende Januar auf dem Kongress der Europäischen Fußball-Union gewählte UEFA-Vertreter Franz Beckenbauer wird auf dem FIFA-Kongress am 31. Mai in Zürich erstmals an einer Exko-Sitzung teilnehmen.

Theo Zwanziger, dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), habe Blatter zudem einen Platz in der WM-Organisations-Kommission versprochen. Dieses Gremium befasst sich mit der kompletten Ausrichtung der Weltturniere.

Zudem bekräftigte Blatter noch einmal, dass er in Zukunft die Verkleinerung vieler europäischen Ligen von 20 - wie in England, Spanien oder Italien - auf 18 durchsetzen will. "Die großen Ligen sind sogar einverstanden, wenn man ihnen 18 Vereine vorgibt", behauptete der FIFA-Chef.