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Sport

Aus für Titelverteidiger Froome

Bereits angeschlagen geht Vorjahressieger Froome auf die 5. Etappe der Tour der France. Im Dauerregen in Flandern landet er erneut unsanft auf dem Asphalt und gibt schließlich das Rennen auf.

Der dritte Sturz war einer zu viel. Christopher Froome hat auf der fünften Etappe der 101. Tour de France aufgegeben und tief betrübt das wichtigste Radrennen der Welt verlassen müssen. Der Titelverteidiger kam auf dem anspruchsvollen Tagesabschnitt von Ypern/Belgien nach Arenberg gleich zweimal zu Fall und stieg rund 65 Kilometer vor dem Ziel mit schmerzverzerrtem Gesicht in ein Teamfahrzeug. Bereits am Dienstag war Froome gestürzt und hatte sich unter anderem am linken Handgelenk verletzt. Auf dem Weg zum gefürchteten Kopfsteinpflaster des Klassikers Paris-Roubaix kam nun für den Kapitän des britischen Teams Sky das Aus.

Dauerregen in Flandern

Zunächst hatte der unglückliche Froome nach rund 35 Kilometern auf regennasser Fahrbahn unliebsame Bekanntschaft mit dem Asphalt gemacht. Diesmal fiel er anders als tags zuvor auf die rechte Seite, mit offensichtlich glimpflichen Folgen. Dieses Missgeschick passierte lange vor Erreichen der gefährlichen Streckenabschnitte und Froome konnte von seinen Teamkollegen rasch zurück ins Hauptfeld geführt werden. Lediglich eine kleine Schürfwunde in Hüfthöhe sowie Risse in Trikot und Hose waren zu erkennen. Dann musste er ein weiteres Mal zu Boden, und diesmal ging es nicht weiter.

Froome stand am Straßenrand, schüttelte den Kopf und krümmte sich vor Schmerzen. Dann humpelte der Brite zum Begleitfahrzeug und verschwand vor dem ersten Pavé-Sektor mit Tränen in den Augen von der großen Bühne des Radsports.

Tour de France 2014 Christopher Froome (AP Photo/Laurent Cipriani)

Froome nach dem ersten Sturz auf der 5. Etappe

Mit Handgelenks-Schiene am Start

Am Dienstag hatte der britische Top-Favorit medizinisch betreut werden müssen, am Abend gab Teamchef Dave Brailsford nach Röntgenuntersuchungen Entwarnung: "Wir haben Tests durchgeführt und sind erleichtert. Er wird morgen an den Start gehen." Froome sei ein "Kämpfer, er gibt nicht so leicht auf". Es waren keine Brüche festgestellt worden. "Ich habe gut geschlafen. Das Handgelenk wird weh tun, aber heute wird es für alle sehr schmerzhaft", sagte Froome vor dem Etappenstart am Mittwoch und gab sich demonstrativ zuversichtlich. An der verletzten Hand trug der 29-Jährige eine Schiene, ansonsten schien äußerlich alles in Ordnung zu sein. Doch der Doppelsturz war schließlich zu viel für den Titelverteidiger.

In jedem Fall wird das Team Sky seine Entscheidung bereuen, den wiedererstarkten Toursieger von 2012, Bradley Wiggins, nicht für die diesjährige Frankreichrundfahrt nominiert zu haben.

Die 5. Etappe gewann der Niederländer Lars Boom. Der neue Stern am Himmel der Tour heißt aber Vincenzo Nibali. Der Italiener verteidigte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden souverän.

jk/to (sid, dpa)