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Fußball

Aus für Dortmund in der Champions League

Im Achtelfinal-Rückspiel sieht Borussia Dortmund gegen Italiens Rekordmeister Juventus Turin kein Land und verliert im eigenen Stadion klar. Damit verabschiedet sich der BVB wohl für längere Zeit aus der Königsklasse.

Die Dortmunder Neven Subotic und Mats Hummels können Carlos Tevez von Juventus (l.-r.) nicht am Schuss hindern (Foto: REUTERS/Ina Fassbender)

Neven Subotic und Mats Hummels können Carlos Tevez (l.-r.) nicht am Schuss hindern

Borussia Dortmund hat sich nach einer enttäuschenden Vorstellung zumindest für eineinhalb Jahre von Europas großer Fußball-Bühne verabschiedet. Der deutsche Vizemeister erlebte nach dem

1:2 im ersten Duell

im Achtelfinal-Rückspiel eine 0:3 (0:1)-Pleite gegen Italiens Rekordmeister Juventus Turin und steht international vor einer ungewissen Zukunft. Carlos Tevez schockte die BVB-Fans unter den rund 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Dortmunder Arena mit einem Distanzschuss bereits in der 3. Minute. Alvaro Morata (70. Minute) und erneut Tevez (79.) beendeten schließlich endgültig alle Träume von der dritten Viertelfinal-Teilnahme in Folge und weiteren Millionen-Einnahmen. Es war die höchste Heimniederlage des BVB in der Champions League seit dem 0:3 gegen Rosenborg Trondheim 1999. Die Chancen auf eine erneute Qualifikation für die Königsklasse über einen Bundesliga-Spitzenplatz sind für den Tabellenzehnten zudem nur noch theoretischer Natur.

BVB-Trainer Jürgen Klopp gab nach der Pleite im ZDF zu: "Klar war das nicht gut. Ob es unterirdisch war, weiß ich nicht. Wir haben es nicht gut gemacht. Der Gegner hat es sehr gut gemacht. Und dann kommt am Ende recht wenig für uns raus." Dementsprechend sei es ein Spiel zum Vergessen gewesen. Das sei in der 3. Minute losgegangen und nicht viel besser geworden.

BVB-Keeper Roman Weidenfeller kann den Schuss von Carlos Tevez zum 0:1 nicht parieren (Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Weidenfeller kommt bei Tevez' Schuss zum 0:1 zu spät

Keeper Weidenfeller meinte: "Wir sind alle sehr enttäuscht. Wir haben uns bedeutend mehr vorgenommen. Wir kamen nicht in Schwung und haben keine richtigen Torszenen herausgespielt." Man habe Löcher in der Abwehrzentrale offenbart und sei dadurch letztendlich ausgeschieden. Der Kapitän der Dortmunder, Mats Hummels, zeigte sich ebenfalls ehrlich: "Es war auf jeden Fall eine ganz schwache Leistung von uns heute. Wir sind verdient rausgeflogen. Ich weiß gar nicht, ob es mehr weh tut, wenn man knapp und unverdient rausfliegt. So ist es fast noch schlimmer, weil man weiß, dass man chancenlos war."

Lehrstunde von Juve

Die Begegnung begann mit gut gelaunten und optimistischen BVB-Fans, die sich auf ein Fußball-Fest mit stürmischen Angriffen ihrer Dortmunder eingestimmt hatten. Doch das frühe Zeichen setzte Juventus, als Tevez den Ball aus 21 Meter in den Winkel des BVB-Gehäuses hämmerte. Unhaltbar schien der Schuss für BVB-Torhüter Weidenfeller allerdings nicht. Der Treffer des Argentiniers zeigte Wirkung. Mit der Gewissheit gegen die erfahrenen Juve-Profis für eine Verlängerung noch zwei Tore erzielen zu müssen, benötigen die Gastgeber einige Minuten, um sich zu erholen. Das Tor spielte dem Tabellenführer der Serie A in die Karten, Juve ließ es in der Folge recht gemächlich angehen. Bei einem der sporadischen Angriffe parierte Weidenfeller nach einem Distanzschuss von Stephan Lichtsteiner (15.) mit einer Glanzparade. Der BVB spielte druckvoll, die Italiener hatten einige brisante Strafraumszenen zu überstehen - vorwiegend jedoch nach Standardsituationen. Zwar präsentierte sich Dortmund insgesamt wesentlich aggressiver und angriffslustiger als noch beim torlosen Remis am vergangenen Samstag gegen Köln, doch klare Möglichkeiten blieben in den ersten 45 Minuten aus.

Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller (l.) und Neven Subotic (2.v.l.) können das 2:0 durch Alvaro Morata (r.) von Turin nicht verhindern (Foto: Bernd Thissen/dpa Bildfunk)

Roman Weidenfeller (l.) und Neven Subotic (2.v.l.) sind gegen Alvaro Morata (r.) beim 0:2 machtlos

Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild: Der BVB mühte sich, doch die Angriffe verpufften spätestens an der Strafraumgrenze. Morata (50. und 56.) hatte bei Kontern zweimal die Vorentscheidung auf dem Fuß, scheiterte jedoch jeweils an Weidenfeller. Je mehr die Italiener mit ihrer geballten Erfahrung und ihrem Selbstbewusstsein das Spiel kontrollierten, desto mehr schwand der Glaube der Borussen an die Wende. Obwohl der BVB die Gruppenphase als Tabellenführer beendete ließ der Finalist von 2013 die Klasse vorheriger Wettbewerbe vermissen. Dass Kevin Kampl in der 61. Minute mit dem ersten Torschuss des BVB Juves Torwart-Routinier Gianluigi Buffon prüfte, passte ins Bild, ebenso wie das 0:2 ohne Gegenwehr durch Morata. Auch beim 0:3 von Tevez machte die BVB-Defensive keinen guten Eindruck.

Barca sicher im Viertelfinale

David Silva von Manchester City (l.) bringt Lionel Messi vom FC Barcelona zu Fall (Foto: Michael Regan/Getty Images)

Manchesters David Silva (l.) foult Barcas Lionel Messi

Unterdessen erreichte der FC Barcelona mit seinem deutschen Torwart Marc-André ter Stegen zum achten Mal hintereinander das Viertelfinale. Der viermalige Titelträger gewann daheim gegen Manchester City mit 1:0 (1:0) und setzte sich damit wie in der vergangenen Saison im Achtelfinale gegen die Engländer durch. Nach dem 2:1-Hinspielsieg erzielte Ivan Rakitic (31.) das Tor. Der Ex-Gladbacher ter Stegen sicherte den Sieg mit einem gehaltenen Elfmeter (78.). Der englische Meister kam beim erst zweiten Auftritt im Achtelfinale der Königsklasse erneut nicht weiter.

Alle Ergebnisse der Champions-League-Achtelfinalspiele finden Sie hier. Und wer noch einmal in die Partie Borussia Dortmund gegen Juventus Turin eintauchen will, kann hier nachlesen:

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