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Wirtschaft

Aus dem Osten was Neues

Osteuropa entwickelt sich für die deutsche Industrie zu einem immer wichtigeren Handelspartner. Auf der Hannover-Messe präsentieren sich zahlreiche Aussteller aus ehemals sozialistischen Staaten.

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Antrieb für die osteuropäische Wirtschaft? Besucher auf der Industriemesse Hannover

Siebte Deutsch-Rumänische Wirtschaftstagung, Wirtschaftspartner Baltikum, Vortrag des weißrussischen Ministerpräsidenten, Deutsch-Russischer Energiekongress: Kaum ein Tag vergeht auf der größten Industrieschau der Welt ohne eine Sonderveranstaltung zum Thema Ost-West-Kooperation.

Wie in den Konferenzsälen so in den Ausstellungshallen: Zuwachsraten allerorten bei den osteuropäischen Anbietern. Erstmals mit einem eigenen Stand dabei ist Bosnien-Herzegowina; Litauen springt von einem Aussteller in 2001 auf zehn in diesem Jahr. Insgesamt sind 19 vormals sozialistische Staaten vor Ort.

Von Moskau über Hannover nach Indien

Russlands Ausstellerzahl bei der Hannover-Messe ist statistisch zwar gesunken. Das erklärt sich jedoch mit Gemeinschaftsständen: Mehrere Anbieter einer bestimmten Branche präsentieren ihre Produkte an einem Stand. Andrej Byckow von der Moskauer Firma Mega Technologies stellt eine Software vor, mit der Maschinenbauer Anlagen entwerfen und computergestützt herstellen können.

Byckow nutzt die Plattform Hannover-Messe als internationale Drehscheibe. Zwar freue er sich über jeden deutschen Interessenten. Diesmal aber schielt er vor allem quer durch die Ausstellungshalle 6 in Richtung Asien. Er fange das ganz einfach so an, sagt Byckow, dass er zu den Ständen von China oder Indien hinübergehe. So habe er schon zwei ernsthafte Interessenten für einen Vertrieb in Indien gefunden.

Der neue Ostblock

Gemeinsames Agieren von Staaten, die nach dem Zusammenbruch der sowjetisch dominierten Zentralwirtschaft eigene Grenzen haben: Das sei der Weg in die Zukunft, meint auch Ludolf von Wartenberg vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Erstmals präsentieren sich in Hannover Estland, Lettland und Litauen zusammen als Beitrittskandidaten der Europäischen Union.

"Wenn Sie als Kollegen aus dem Baltikum Erfolg haben wollen, im Export, im Import und bei Investitionen, dann können Sie auf dem europäischen Markt nur bestehen, wenn Sie diese Aktivitäten zumindest zusammenlegen", sagt Wartenberg. "Wettbewerb ist schön, Wettbewerb ist vielfältig. Aber Sie müssen gemeinsam auftreten."

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