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Aktuell Welt

Auftakt im Nobelpreis-Reigen

Eine der begehrtesten Auszeichnungen der Welt bekommt in dieser Woche neue Abnehmer: Täglich werden wieder Nobelpreisträger bekanntgegeben. Den Anfang macht die Medizin.

Es ist wieder die Woche der Nobelpreise: An diesem Montag gibt das Karolinska-Institut in Stockholm den oder die Träger der diesjährigen Auszeichnung für Medizin bekannt - hoffentlich ohne eine traurige Panne wie im letzten Jahr: Damals wussten die Juroren bei der Verkündung von drei Preisträgern nicht, dass einer von ihnen bereits tot war. Der kanadische Immunologe Ralph Steinman war drei Tage zuvor verstorben.

Bruce Beutler, Ralph Steinman und Jules Hoffmann (Fotos: AP/dpa)

Medizin-Preisträger 2011: Bruce Beutler, Ralph Steinman und Jules Hoffmann (v.l.n.r.)

Trotz anderslautender Regeln wurde Steinman posthum mit dem Nobelpreis geehrt - gemeinsam mit dem US-Forscher Bruce Beutler und dem Franzosen Jules Hoffmann für ihre Entdeckungen zur Immunabwehr.

Physik, Chemie, Literatur?, Frieden...

Am Dienstag und Mittwoch folgt die Bekanntgabe der Preisträger für Physik und Chemie, über die jeweils die Königliche Wissenschaftsakademie Schwedens entscheidet. Am Freitag verkündet das norwegische Nobelkomitee in Oslo den Träger des Friedensnobelpreises. Er ging im vergangenen Jahr an die liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf und die ebenfalls aus dem westafrikanischen Land stammende Menschenrechtlerin Leymah Gbowee. Zudem wurde die Journalistin Tawakkul Karman aus Jemen ausgezeichnet. Am 15. Oktober wird der Preis für Wirtschaftswissenschaft bekanntgegeben.

Offen ist noch, ob die Schwedische Akademie an diesem Donnerstag oder erst kommende Woche ihre Entscheidung über den Literaturnobelpreis mitteilen wird. 2011 hatte der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer die Auszeichnung erhalten.

Weniger Preisgeld

Die Nobelpreise werden traditionell am 10. Dezember überreicht, dem Todestag des Stifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833-1896). Das Preisgeld wurde in diesem Jahr um 20 Prozent auf nunmehr acht Millionen Kronen - umgerechnet rund 930.000 Euro - gekürzt. Zur Begründung verwies die Nobelstiftung auf knappere Ressourcen infolge der Finanzkrise.

wa/rb (dpa, dapd)