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Sport

Auftakt für das "Magische Viereck"

Mit einem Sieg gegen Kroatien im ersten Gruppenspiel will die "Seleção" den ersten Schritt auf dem langen Weg zum sechsten WM-Titel machen. Die Kroaten hoffen auf Startmüdigkeit des Favoriten.

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Auf sie schaut die Welt: Ballzauberer Ronaldo und Ronaldinho

Trainer Carlos Alberto Parreira verlangt "keine Luxusvorstellung" von seiner Star-Truppe und erklärte: "Wir werden nicht gleich bei 100 Prozent sein. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft im Laufe des Turniers entwickelt." Genau auf dieser Startmüdigkeit ruhen die Hoffnungen der Kroaten. "Oft war Brasilien im ersten Spiel nicht gut", verriet Trainer Zlatko Kranjcar. Ausgerechnet in Berlin, der Heimatstadt seiner Aktivposten Niko und Robert Kovac, erwartet er ein großes Fest mit Heimvorteil. "Gegen Brasilien zu spielen, wird ein Spektakel", meinte er. Obwohl er und seine Spieler eine Niederlage eingeplant haben, spekulieren sie damit, den Südamerikanern möglichst einen Punkt abzuknöpfen.

Ronaldo will es allen zeigen

Bei der Mannschaftsaufstellung von Brasilien herrschen klare Verhältnisse: Parreira hat sich bereits vor acht Monaten nach der gewonnenen WM-Qualifikation in Südamerika auf seine Stammelf festgelegt. Ihr Herzstück ist das "magische Viereck" mit Ronaldinho, Kaká, Ronaldo und Adriano, ihr Kapitän der 36 Jahre alte Cafú. Die Innenverteidigung besteht aus dem Bundesliga-Duo Lucio (Bayern München) und Juan (Bayer Leverkusen).

Die Augen der Fußball-Welt werden vor allem auf den zweimaligen "Weltfußballer" Ronaldinho gerichtet sein. Der hielt sich mit Äußerungen im Vorfeld eher zurück. "Meine Funktion ist es, unsere beiden Stürmer in Szene zu setzen. Wenn die treffen, habe ich meine Aufgabe erfüllt", sagt er bescheiden mit leiser Stimme, den Kopf dabei fast beschämt nach unten gesenkt. Mit einer kleinen Portion Wut im Bauch startet dagegen Stürmerstar Ronaldo in das Auftaktmatch Brasiliens. Er zeigt sich motiviert wie lange nicht mehr. Der 29-Jährige von Real Madrid will all jene Lügen strafen, die ihn in den letzten Wochen als Disco-König und übergewichtig verspottet haben.

Kein Übermut

"Wir wollen zeigen, dass wir eine einzige Familie sind", sagte Torwart Dida vom AC Mailand pathetisch, räumte aber auch nüchtern ein: "Unsere Abwehr ist in der Vorbereitung nicht gefordert worden." Eben dort haben auch die Kroaten die Schwachstelle ausgemacht. "Da gibt es ein paar taktische Sachen, die ich mit den Spielern auch schon durchgesprochen habe", sagte Trainer Kranjcar geheimnisvoll. In den letzten Trainingseinheiten ließ er verstärkt Standardsituationen einstudieren. (stl)

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