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Amerika

Aufräumarbeiten in New York nach "Irene"

Nach stundenlangem Wüten hat "Irene" New York hinter sich gelassen. Der gewaltige Wirbelsturm richtete in der Millionenmetropole weniger Schäden an als befürchtet. Schlimmer traf es die südlichen Staaten der USA.

Menschen in New York besehen sich die durch 'Irene' angerichteten Schäden (Foto: pa/dpa)

Aufatmen in New York

Die US-Metropole New York hat nach Ansicht der Rettungskräfte den Wirbelsturm "Irene" ohne die befürchtete große Katastrophe überstanden. Der Himmel sei inzwischen wieder aufgeklart, sagte der Chef der Rettungskräfte, Joseph Bruno, am Sonntag (28.08.2011). Zwar habe es in mehreren Stadtteilen Überschwemmungen und einige Schäden gegeben, "aber alles in allem, denke ich, dass wir es überstanden haben", so Bruno.

Umgefallener Baum im New Yorker Stadtteil Brooklyn (Foto: dapd/AP)

Umgefallene Bäume, aber keine größeren Schäden in New York

Inzwischen trauten sich die Menschen in New York wieder aus ihren Häusern, begutachteten die Schäden und begannen bereits mit den Aufräumarbeiten.

"Irene" verlor über New York an Kraft

Meldungen über Todesopfer in der Millionenstadt gab es nicht, landesweit starben nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN jedoch mindestens 15 Menschen.

Erste Ausläufer von "Irene" waren, von Süden kommend, bereits in der Nacht über New York hereingebrochen. Das Zentrum von "Irene" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu hundert Kilometern pro Stunde erreichte New York dann um neun Uhr (15 Uhr MESZ), wie das Nationale Hurrikanzentrum bekanntgab. Über New York hatte sich der Hurrikan zu einem Tropensturm abgeschwächt und war schneller weitergezogen als erwartet.

Verkehr stand still

'Irene' tobt über New York (Foto: dapd/AP)

Als Tropensturm erreichte "Irene" New York

Die Behörden hatten sich zuvor auf das Schlimmste vorbereitet, in New York gab es eine beispiellose Massenevakuierung. Rund 370.000 Menschen in tiefer gelegenen Gebieten New Yorks waren vor dem Eintreffen des Sturms angewiesen worden, sich zum Schutz vor Überflutungen in Sicherheit zu bringen. Das öffentliche Leben kam zum Erliegen, die Stadt wirkte wie ausgestorben. U-Bahnen und Busse fuhren nicht mehr, auch die Flughäfen waren dicht. Am Montag soll der Flugverkehr aber bereits wieder aufgenommen werden.

In Manhattan hatte "Irene" Baustellen-Absperrungen umgeworfen und Bäume entlaubt. Auch einige wichtige Straßen waren nach Augenzeugenberichten teilweise überflutet. Insgesamt sollen sich die Schäden aber in Grenzen halten, berichten Augenzeugen. Die Gebäude schienen intakt, die meisten Autos standen an ihrem gewohnten Platz. Allerdings waren Hunderttausende Haushalte zeitweise ohne Elektrizität.

Heimatschutzministerin Janet Napolitano erklärte am Sonntag, die meisten Gebiete an der Ostküste hätten das Schlimmste überstanden. Mit Blick auf die nordöstlichen Regionen warnte sie aber, der Sturm bleibe "groß und gefährlich".

North Carolina besonders betroffen

Hohe Wellen werden durch den Sturm an Land geworfen (Foto: dapd/AP)

"Irene" fegte die Ostküste der USA von Süden nach Norden entlang

Der Hurrikan, der einen enormen Durchmesser von rund 840 Kilometern hatte, war am Samstag in Cape Lookout in North Carolina mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern erstmals auf Festland getroffen. Danach zog er sich vorübergehend aufs Meer zurück. Am Sonntagmorgen traf "Irene" mit Spitzen von bis zu 130 Stundenkilometern in Atlantic City im Bundesstaat New Jersey ein zweites Mal auf Land und zog dann an der Ostküste Richtung Norden weiter. Millionen Haushalte waren ohne Strom.

Allein im Bundesstaat North Carolina starben nach Behördenangaben sechs Menschen, acht weitere Todesopfer wurden aus Virginia, Connecticut, Florida und Maryland gemeldet. Das jüngste Opfer war ein elfjähriger Junge, der in Newport News in Virginia durch einen Baum, der auf das Haus seiner Familie stürzte, erschlagen wurde.

Autorin: Ursula Kissel (dpa, rtr, afp, dapd)
Redaktion: Pia Gram

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