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Aktuell Nahost

Aufklärungstornados gegen IS nachts nicht einsetzbar

Nach den Terrorangriffen im November in Paris hat die Bundesregierung beschlossen, den Kampf gegen die Terrormiliz IS mit Aufklärungsflügen zu unterstützen. Aber die Tornados haben ihre Macken.

Die Bundeswehr kann ihre Tornado-Jets nach Informationen der "Bild"-Zeitung nachts nicht zu Aufklärungsflügen gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat", IS, in Syrien und im Irak einsetzen.

Grund dafür sei die jüngste Aufrüstung der Flugzeuge mit neuer Soft- und Hardware (ASSTA-3), berichtet "Bild" unter Berufung auf einen Sprecher der Luftwaffe. Dadurch reflektiere die Cockpit-Beleuchtung der Tornados so stark, dass ein Kampfeinsatz bei Nacht nicht möglich sei. Es werde an einer "zeitnahen Zwischenlösung" gearbeitet, zitiert die Boulevard-Zeitung den Militärsprecher.

Einsatz nicht gefährdet

Bis Ende des Jahres hoffe die Luftwaffe, die Probleme grundsätzlich beheben zu können. Der Einsatz sei durch die Nachtflug-Probleme aber nicht gefährdet. Die Aufklärungsergebnisse seien bei Tag ohnehin besser, hieß es.

Mit den Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak erfüllt Deutschland seine Hilfszusage an Frankreich nach den Pariser Anschlägen, bei denen Mitte November 130 Menschen getötet worden waren. Zu den Attentaten hatte sich der IS bekannt. An den Luftschlägen der von den USA angeführten internationalen Militärallianz gegen die Dschihadisten beteiligt sich die Bundeswehr nicht.

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Bundestag beschließt Bundeswehreinsatz (04.12.2015)

Die Tornados sind auf dem türkischen Stützpunkt Incirlik stationiert. Von dort aus versorgt auch ein Tankflugzeug der Bundeswehr Kampfjets der internationalen Koalition in der Luft mit Treibstoff. Zudem fährt eine deutsche Fregatte Geleitschutz für den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" im Persischen Golf. Dritte Säule des deutschen Engagements gegen den IS ist die Ausbildung kurdischer Peschmerga-Kämpfer durch Bundeswehr-Soldaten im Nordirak.

wl/qu (rtr, afp)

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