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Klima

Aufgaben der EU-Agrarpolitik

Seit jeher wird ein sehr großer Teil des EU-Haushalts für die Agrarpolitik verwendet. In den letzten Jahren ist der Anteil gesunken. Dennoch fließen jedes Jahr fast 60 Miliarden Euro in diesen Bereich.

Subventionen: Landwirte werden je nach Betriebsgröße bezahlt. 262 Euro pro Hektar ist der EU-Durchschnitt. Das Geld wird europaweit unterschiedlich verteilt. So erhalten griechische Landwirte 544 Euro, deutsche 346 Euro und lettische nur 83 Euro, unabhängig davon, was sie produzieren.

Qualitätskontrolle: Die GAP kontrolliert und setzt die Standards für Lebensmittel, die in der EU produziert und verkauft werden. Zudem achtet sie auf die Beschriftung von Lebensmitteln - zum Beispiel, ob sie ein EU-Biosiegel bekommen, woher sie ursprünglich stammen oder ob sie eine lokale Spezialität sind, wie zum Beispiel die französisiche Bouchot-Miesmuschel.

Umwelt: Bauern müssen sich an Umwelt-, Wasser-, Pflanzen- und Tierschutz-Regeln der EU halten, um ihre Gelder zu bekommen. Zudem können sie zusätzliche Gelder beantragen, wenn sie sich verpflichten, die Artenvielfalt zu schützen, traditionelle Landschaften und natürliche Lebensräumen zu erhalten oder sich für ökologische Anbaumethoden entscheiden.

Menge: Die GAP begrenzt momentan noch die Produktionsmenge einiger Lebensmittel, wie Milch, Zucker und Fischfang. Die aktuellen Milch- und Zuckerquoten laufen voraussichtlich 2015 und 2018 ab. Wenn die Quoten komplett abgeschafft sind, werden Milch und Zucker noch stärker vom internationalen Markt beeinflusst.

Handel: Europa ist weltweit der größte Importeur von Nahrungsmitteln und einer der größten Exporteure. Handelsvereinbarungen und der Einsatz von Zöllen wird auch über die GAP reguliert. Ein spezielles Übereinkommen erlaubt 48 der ärmsten Länder der Welt, Lebensmittel zollfrei in Europa zu verkaufen.

Hauptquelle: Europäische Kommission.

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