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Reise

Auf der Jagd nach Brotdosen

Geocaching geht weit über einen Spleen einzelner hinaus: Für Eltern ist die Schatzsuche ein probates Mittel, den Nachwuchs zu Ausflügen und Spaziergängen zu bewegen. Viele Fremdenverkehrsämter bieten die Aktivität an.

Familie geht spazieren durch ein Feld

Viele Familien machen Geocaching

Wer schon als Kind gern auf Schatzsuche gegangen ist, kann diese Leidenschaft jetzt - verknüpft mit Internet und GPS-Technik - neu entdecken. Geocaching ist eine moderne Form der Schnitzeljagd: Irgendjemand versteckt irgendwo seinen Cache (zu Deutsch etwa: geheimes Lager) - meistens eine kleine Plastikdose - und veröffentlicht die Koordinaten im Internet. Mit einem mobilen GPS-Gerät machen sich die Schatzsucher dann auf die Suche. Rund 45.000 dieser Schatzkisten liegen inzwischen in Deutschland rum, an die 500.000 Stück sind es weltweit.

Schatzdosen mit "Logbuch"

Suchen und finden

Suchen und finden

Trotz GPS-Hightech ist es dennoch nicht ganz so einfach, die Schätze zu finden. Denn die Navigationsgeräte haben eine gewisse Ungenauigkeit. Wenn die Koordinate "Ziel erreicht" behauptet, muss man im Zweifel immer noch in einem 10-Meter-Radius nach dem eigentlichen Versteck suchen. Da helfen auch die mitgebrachten ausgedruckten Infoseiten aus dem Internet nicht viel weiter.

In den Schatzdosen befindet sich stets ein "Logbuch", in dem sich der Geocacher mit Name, Datum und eventuell noch einem Kommentar verewigt. Je nach Größe der Schatztruhe - von Filmrollen-Döschen aufwärts - sind auch Tauschgegenstände darin deponiert. Meist Krimskrams, von Spielzeugfiguren bis Blumensamen. Wer sich etwas aus dem Cache nimmt, muss etwas Gleichwertiges oder Besseres zurücklegen. Danach wird die Dose wieder sorgfältig versteckt.

"N 50° 56.491 E 6° 57.456"

Viele Wege führen zum Ziel

Viele Wege führen zum Ziel

Der gute Cacher lebt nicht nur von den Dosen anderer, sondern versteckt auch selbst welche. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. So gibt es Caches in Bunkeranlagen aus dem Ersten Weltkrieg oder an einer Boje in der Ostsee - in sieben Metern Tiefe. Ebenfalls beliebte Verstecke sind Gotteshäuser: Allein in Deutschland haben die Tupperdosen-Jünger an über 600 Kirchen Caches versteckt. Hinter so kryptischen Koordinaten wie "N 50° 56.491 E 6° 57.456" etwa verbirgt sich kein geringerer Ort als der Kölner Dom.

Es geht auch ohne GPS

Die einfachste Möglichkeit, die Zielkoordinaten zu finden, ist mit einem GPS-Gerät. Eine solche Hightech-Anschaffung liegt bei etwa 100 Euro aufwärts, ist jedoch nicht zwingend notwendig. Viele Navigationsgeräte fürs Auto und zum Teil auch Handys verfügen mittlerweile über eine Funktion, Koordinaten direkt einzugeben und sich so zum Ziel führen zu lassen. Außerdem kann man auf Internetseiten wie Google-Maps Koordinaten eingeben und sich anschließend auf einer Satellitenkarte recht punktgenau den Zielort anzeigen lassen. (KNA)

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