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Asien

Auf der Flucht

Mehr als 5000 tamilische Zivilisten haben in einer verzweifelten Aktion die Kampfzone im Nordosten der Insel verlassen.

Tamilen in einer Notunterkunft (Foto: Ap)

Tamilen in einer Notunterkunft

Die Flüchtlinge haben nach Angaben der Vereinten Nationen eine große Lagune überwunden, die im Westen eine natürliche Grenze des umkämpften Gebietes bildet. Aber die vielen Verletzten und Kranken, die Alten und die Kinder, können auf diesem Weg nicht fliehen. Der letzte schmale Küstenstreifen, den die tamilische Rebellenorganisation LTTE im Nordosten Sri Lankas noch kontrolliert, ist vom Indischen Ozean, von den Truppen der Armee und von der Lagune eingeschlossen. Dieses letzte verbliebene Stückchen Festland unter LTTE-Kontrolle ist nach unterschiedlichen Angaben nur noch zwischen 3 und 5 Quadratkilometer groß.


Letzte Helfer ziehen ab

Satelliten-Foto (Foto: AP)

Satelliten-Fotos als Zeugnis der Zerstörung

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen halten die sogenannten Befreiungstiger von Tamil Eelam dort rund 50.000 Zivilisten als menschliche Schutzschilde fest. Diese Menschen sind von fast jeder Hilfe abgeschnitten. Als letzte unabhängige Organisation hat das Internationale Rote Kreuz seine Hilfslieferung über den Seeweg eingestellt, weil es für die Mitarbeiter derzeit viel zu gefährlich ist, die Hilfsgüter an Land zu bringen und verletzte Menschen zu evakuieren. Die sri-lankische Armee rückt nach eigenen Angaben immer tiefer in den umkämpften Küstenstreifen vor, um die Rebellen und ihren Anführer Prabakharan nach mehr als 25 Jahren Bürgerkrieg ein für allemal zu besiegen.


Regierung bleibt hart

Flüchtende Zivilisten (Foto: dpa)

Die Flucht der Zivilisten dauert an

Die Zivilisten, die in der Kampfzone festsitzen, geraten immer wieder ins Kreuzfeuer. Die Zahl der zivilen Opfer steigt täglich. Die sri-lankische Regierung hat die Appelle des Weltsicherheitsrats und des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, die Offensive deshalb einzustellen, zurückgewiesen. Man werde sich dem internationalen Druck nicht beugen, hieß es aus Colombo. Die LTTE, die in der Europäischen Union als Terrororganisation verboten ist, kämpft seit 1983 für einen unabhängigen Staat für die unterdrückte tamilische Minderheit im Norden und Osten der Insel.


Autorin: Sandra Petersmann
Redaktion: Esther Broders