1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Veranstaltungen

Auf dem Weg zum Frieden

Bonn - Auf große Resonanz stieß die Podiumsdiskussion zum indisch-pakistanischen Verhältnis in der DW-Reihe "Dialog der Welt". Am 14. September verfolgten 140 Interessierte die Diskussion in der Bonner DW-Zentrale.

default

Die Expertenrunde zum Kaschmir-Konflikt auf dem DW-Podium

Joachim Westhoff, Chefredakteur des Bonner General-Anzeigers (GA), moderierte die gemeinsame Veranstaltung von DW und GA unter dem Titel "Nukleare Rivalen auf dem steinigen Weg zum Frieden". Anlass war das 40-jährige Jubiläum des Urdu- und Hindi-Programms von DW-RADIO.

Nachdem Indien und Pakistan vor gut zwei Jahren noch am Rande eines Atomkriegs standen, bemühen sich beide Länder zurzeit sichtlich um eine Annäherung. Aber wie verlässlich ist dieses Tauwetter in Südasien?

Die meisten Podiumsteilnehmer äußerten sich "verhalten optimistisch". Auch wenn zunächst amerikanischer Druck beide Länder an den Verhandlungstisch gebracht habe, sähen sie inzwischen, dass sie selbst vom Friedensprozess profitierten.

Masud Mirza, Urdu-Lektor an der Bonner Universität, beschrieb diese Motivation für sein Heimatland so: "Pakistan sieht auch: Unsere wirtschaftlichen Probleme können wir nur lösen, wenn wir unsere Militärausgaben reduzieren."

Deutschland und Europa spielten bei den Veränderungen auf dem Subkontinent allerdings nur die Rolle "passiver Zuschauer", beklagte Dr. Friedemann Schlender, Leiter der Asien-Programme von DW-RADIO.

Sebastian Edathy, Bundestagsabgeordneter der SPD, widersprach: Auf der für Oktober geplanten Reise des Bundeskanzlers in die Region würden Gespräche über das indisch-pakistanische Verhältnis eine wichtige Rolle spielen. Um das Kernproblem zwischen den beiden Nachbarländern, den Streit um Kaschmir, zu lösen, müssten beide Länder Abstriche von ihren Maximalforderungen machen.

Jürgen Hein, ehemaliger DW-Redakteur und langjähriger Südasienkorrespondent der dpa, zeigte sich skeptisch: Die Erfahrung vergangener Jahrzehnte habe gezeigt, dass Indien und Pakistan alleine nicht in der Lage gewesen seien, eine Lösung in Kaschmir zu finden. Die USA seien kaum ein geeigneter Vermittler, so Hein – wenn überhaupt, dann sei höchstens (wie in Sri Lanka) Vermittlung durch ein kleines Land wie Norwegen denkbar.

  • Datum 17.09.2004
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/5aKX
  • Datum 17.09.2004
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/5aKX
default

Martina Bertram

T +49.228.429-2055 martina.bertram@dw.com