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Nahost

Auf dem Vormarsch

Der Bodenkrieg amerikanisch-britischer Truppen im Irak geht weiter. Spezialeinheiten haben einen Brückenkopf gesichert. Ein US-Soldat wurde nach Angaben aus Washington im Kampf getötet.

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Nach US-Angaben haben sich die ersten irakischen Soldaten ergeben

Amerikanische und britische Truppen haben am zweiten Kriegstag (21.3.2003) nach Medienberichten ihren Vormarsch in den Süden des Iraks fortgesetzt. Dabei hat die amerikanische Marine-Infanterie den ersten Soldaten im Kampf gegen irakische Truppen verloren. Das wurde am Freitag in Washington mitgeteilt. Über Verluste auf irakischer Seite gibt es keine bestätigten Berichte.

16 Tote nach Absturz

Beim Absturz eines US-Transporthubschraubers kamen in Kuwait zuvor zwölf Soldaten ums Leben. Bei den Toten handele es sich um acht Briten und vier Amerikaner - die ersten Kriegstoten auf Seiten der angreifenden Streitkräfte. Zunächst war von 16 Toten die Rede gewesen. Nach Angaben des britischen Militärsprechers Al Lockwood wurde die Maschine nicht abgeschossen. Ein Sprecher der britischen Marine-Infanterie sagte, die Soldaten seien auf dem Weg zur Halbinsel El Fau gewesen.

3. US-Infanteriedivision auf dem Marsch in den Irak

Ein US-Panzer im Süden Iraks

Dort landeten heute amerikanische und britische Spezialeinheiten. Sie seien auf wenig Widerstand gestoßen und hätten einen Brückenkopf am Strand gesichert, sagte ein britischer Militärsprecher. El Fau liegt gegenüber der kuwaitischen Grenze am Persischen Golf westlich der Hafenstadt Umm Kasr.

Explosionen um Mosul

Auch aus dem Norden des Iraks wurden am Freitag Kriegshandlungen gemeldet. Aus der Umgebung der Stadt Mosul wurden am Morgen schwere Explosionen gemeldet. Die Stadt liegt im Mittelpunkt eines umfangreichen Ölfördergebiets. Kalak, rund 50 Kilometer östlich von Mosul, wurde nach Agenturangaben von mindestens zwei Explosionen erschüttert. Die Stadt liegt an der Grenze zwischen dem kurdischen und dem von Bagdad kontrollierten Gebiet. Die Bewohner der Hauptstadt Bagdad verbrachten hingegen eine weitgehend ruhige Nacht, nachdem dort am ersten Kriegstag mehrere Ziele mit Raketen und Bomben angegriffen worden waren.

Donald Rumsfeld.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld

Die US-Regierung bemüht sich nach eigenen Angaben offenbar um Kontakte zur irakischen Militärführung, um in einem frühen Stadium eine Kapitulation des Regimes herbeizuführen. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte, es sei immer noch möglich, das Regime in Bagdad auch ohne einen massiven Krieg zu stürzen. Auch die Republikanische Garde, die Elitetruppe Saddam Husseins, sei in die Kontakte eingeschlossen, erklärte Rumsfeld in Washington.

"Das Schlachtfeld vorbereiten"

Im Verteidigungsministerium hieß es, die ersten alliierten Landoperationen sollten "das Schlachtfeld vorbereiten" und die Grundlage für weitere Aktionen bilden. Damit sollen auch die Ölfelder rund um die südirakische Stadt Basra geschützt werden. Der Irak hat nach britischen Angaben etwa 30 Ölquellen im Süden des Landes in Brand gesetzt. Dies seien weniger als befürchtet, sagte Verteidigungsminister Geoff Hoon am Freitag dem britischen Fernsehsender BBC. Insgesamt gebe es im Südirak hunderte Ölquellen, "und wir befürchteten, dass die irakischen Behörden versuchen würden, sie alle zu zerstören", sagte Hoon.

Die Invasion der Infanterietruppen begann am Donnerstagabend (20.3.2003) gegen 21 Uhr von Kuwait aus. Nach US-Angaben ergaben sich 200 irakische Soldaten in der ersten Stunde des Einmarschs. Marine-Infanteristen und Einheiten der 3. Infanterie-Division stießen aber auch auf vereinzelten Widerstand. Bei der Einnahme eines Teilstücks der Autobahn 80 im irakischen Grenzgebiet zu Kuwait nahe der Stadt Basra kam es nach Agenturangaben zu Artilleriegefechten. (kap)

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