1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Welt

Auf dem Mars sieht es auch nicht anders aus

Die auf dem Mars gelandete NASA-Sonde "Curiosity" hat erstmals Farbbilder vom roten Planeten zur Erde geschickt. Die Wissenschaftler sind begeistert.

"Der erste Eindruck ist, wie ähnlich der Erde es dort aussieht", sagte NASA-Experte John Grotzinger nach einer vorläufigen Auswertung der Bilder. "Es bewirkt, dass man sich wie zu Hause fühlt. Interessant wird jetzt, herauszufinden, was genau dort anders ist."

Der am Montag auf dem Mars gelandete sechsrädrige Roboter hatte zuvor seinen drehbaren Kamera-Mast ausgefahren und ein erstes farbiges Panorama-Foto der Umgebung zur Bodenstation der US-Weltraumbehörde NASA ins kalifornische Pasadena geschickt. Die 360-Grad-Aufnahme des Gale-Kraters ist das bisher spektakulärste Bildmaterial vom Roten Planeten. Erste Fotos waren bereits kurz nach der Landung angekommen - allerdings nur in schwarz-weiß und nur in geringer Auflösung.

Blick auf den in der Ferne leuchtenden Berg Sharpe (Foto: Reuters)

Dieses Foto zeigt in der Ferne leuchtend den Berg "Sharpe"

Die Landschaft auf dem aus 130 Einzelbildern zusammengesetzten Panorama-Foto changiert zwischen rot, braun, schwarz und dunkelblau. Nach den Worten Grotzingers ist der Krater Gale, in dem "Curiosity" gelandet ist, offenbar von Steinen bedeckt, die von dem Hügeln am Kraterrand durch einst existierendes fließendes Wasser in die Ebene gespült worden seien. Auch harter Felsboden sei zu erkennen.

Messungen mit Gerät aus Kiel

"Curiosity" betätigte sich nicht nur als Fotograf, sondern nahm auch erste Messungen mit einem an der Universität Kiel entwickelten Strahlungsmessgerät vor. Sie hätten eine in Abständen hohe Strahlung ergeben. Dabei handele es sich aber nur um vorläufige Messungen und Daten, sagte NASA-Wissenschaftler Don Hassler. Das Gerät müsse erst richtig eingerichtet werden. "Aber wir bekommen schon einen Vorgeschmack auf die aufregenden Experimente und Ergebnisse, die wir sehen werden."

Ein NASA-Experte betrachtet ein Selbsportait, das der Mars-Rover Curiosity von sich zur Erde gefunkt hat (Foto:dapd)

Ein NASA-Experte betrachtet ein "Selbsporträt", das der Mars-Rover "Curiosity" von sich gemacht hat

Der mit Atom-Antrieb ausgerüstete Rover soll im Rahmen einer zwei Jahre langen Mission auf dem Mars forschen und unter anderem im Boden nach Spuren von Kohlenstoff suchen. Dazu hat die Sonde eine Reihe von wissenschaftlichen Geräten, Kameras und eine Wetterstation an Bord. Mit 2,5 Milliarden Dollar ist die Mission die teuerste und technisch ausgefeilteste, die je zum Roten Planeten geschickt worden ist.

sti/wl/SC (dpa, dapd)

Audio und Video zum Thema