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Kultur

Auf Berings Spuren Teil 2

Donnerstag, 19.7.2001
Frühmorgens machen wir uns auf den Weg nach Whittier - einem eisfreien Hafen im Süden Alaskas. Die "Babkin", ein 59-Fuß Charterboot, wartet schon auf uns und unsere Kameraausrüstung. 11.30 Uhr geht es los, Kurs Kayak. Am ersten Tag schaffen wir 90 Seemeilen und ankern am späten Abend am Ende des Prince William Sound in einer geschützten Bucht, der Zeikov-Bay.

Vor uns liegt jetzt nur noch eine offene Strecke des Nordpazifik. Wenn alles gut geht, können wir in ein bis anderthalb Tagen die Insel Kayak erreichen. Wir nutzen den Abend zu einem Ausflug in schwerer Regenkleidung um die Bucht zu erkundschaften. Was vom Boot aus wie ein einladender Laubwald aussieht, entpuppt sich nach wenigen Metern als ein mit dichtem Unterholz und übermannshohen Farnen zugewachsener Regenwald, der ohne Machete und mühsames Klettern über verwachsene Baumwurzeln kaum zu durchdringen ist.

Freitagmorgen, 20.7.2001
Das Wetter verschlechtert sich schlagartig. Durch einen Sturm im Süden des Pazifik hat sich eine lange Dünung aufgebaut. Windstärken bis zu sieben Bufor und eine ungünstige Strömung reduzieren unsere Geschwindigkeit auf drei bis vier Knoten. Das Schiff schlingert und rollt. Nach fast vier Stunden Fahrzeit und beginnender Übelkeit bei Reportern und Team tagt das Schiffskonzilium. Die Kapitänin, Alexandra von Wiechman, hat das ausschlaggebende Votum. Ihre Empfehlung: Umkehr und es am nächsten Tag noch einmal versuchen. Meine bange Frage: Ist unser Kayak-Trip gescheitert? kann an Bord zu dieser Zeit niemand beantworten.

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