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Fußball

Auch Leverkusen ist kein Bayern-Verfolger

Hannover beendet seine Negativserie, während mit Leverkusen der nächste Bayern-Verfolger scheitert. In Mönchengladbach trifft Juan Arango aus 45 Metern zum Sieg der Borussia gegen Mainz.

Einen Tag nach der richtungsweisenden Vertragsverlängerung mit Erfolgstrainer Mirko Slomka bis 2016 hat Hannover 96 mit einem 3:2 (1:1)-Sieg gegen Bayer Leverkusen nach drei Pleiten in Folge die Trendwende geschafft. Lange war es ein Spiel auf Augenhöhe. Vor 40.000 Augenpaaren lieferten sich Hannover und Leverkusen ein enges und umkämpftes Match, ohne aber dabei zu glänzen, was zum Teil auch an dem sehr matschigen Rasen in Hannover lag. Taktisches Verschieben prägte die erste Halbzeit, die mit einem frühen Tor begann: André Schürrle und Lars Bender setzten Gonzalo Castro perfekt in Szene und der schob locker ein zum 0:1 (3.). Doch Hannover antwortete wie aus dem Nichts dank Leverkusener Hilfe: Manuel Friedrich brachte Szabolcs Huszti im Strafraum zu Fall und der Gefoulte selbst verwandelte sicher (20.).

Auch in der zweiten Hälfte ging der Schlagabtausch weiter: Erst köpfte der bis dahin kaum sichtbare 96-Publikumsliebling Mame Diouf eine punktgenaue Flanke von Jan Schlaudraff ein (57.), ehe Leverkusen im direkten Gegenzug mit dem 2:2-Ausgleich antwortete. Stefan Kießling köpfte mit viel Durchsetzungskraft sein bereits 10. Saisontor (58.) und drängte sich damit erneut für ein Comeback in der Nationalelf auf. Das Spiel gewann nun deutlich an Fahrt – mit dem besseren Ende für Hannover: Wie schon beim 1:1 wurde Szabolcs Huszti gefoult und traf anschließend wieder vom Elfmeterpunkt. Leverkusen vergibt damit trotz ordentlicher Leistung die Chance, Platz zwei zu festigen und Spitzenreiter Bayern München enteilt vorläufig allen Konkurrenten.

Gladbach siegt dank Arangos Geniestreich

Mönchengladbachs Juan Arango spielt den Ball, der Mainzer Eugen Polanski (l) kommt nicht hinterher. (Foto: Jonas Güttler/dpa)

Machte mit seinem Traumtor aus 45 Metern den Sieg klar: Juan Arango (r.)

Auf dem Rasen des Mönchengladbacher Borussia-Parks wirkten die 22 Akteure lange wie festgefroren. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ließ insbesondere Gastgeber Borussia Mönchengladbach Elan und Offensivfreude vermissen, bis zur 58. Minute: Havard Nordveidt leitete mit einem tödlichen Pass die Gladbacher Führung durch Mike Hanke ein und nur sechs Minuten später entschied Juan Arango mit einem Geniestreich das Spiel: Der für den gesperrten Stammtorhüter Christian Wetklo spielende Heinz Müller versuchte per Grätsche zu klären, doch Arango nutzte diese Vorlage mit einem Lupfer aus rund 45 Metern Entfernung zum 2:0 – eines der schönsten Tore der bisherigen Saison.

47.000 Zuschauer sahen zuvor von beiden Teams einen abwartenden Beginn, der überraschenderweise von der Auswärtsmannschaft geprägte wurde. Mainz 05 spielte zielstrebiger nach vorne als die Gladbacher Borussia und kam durch Andreas Ivanschitz (13.) sowie Shawn Parker (35.) zu guten Torgelegenheiten. Doch Mainz stand ein Mann im Weg: Marc-André ter Stegen. Gladbachs Youngster zwischen den Pfosten zeigte gegen die Mainzer Stürmer klasse Reflexe und bewahrte so seine Elf vor einem Rückstand. Mainz 05 wurde für sein offensives Auftreten auf fremden Terrain letztlich nicht belohnt und hatte zudem noch Ärger mit Gerüchten um Trainer Thomas Tuchel, der laut einer großen deutschen Boulevardzeitung im kommenden Sommer zum FC Schalke 04 wechseln könnte. Mainz-Manager Christian Heidel machte klar: "Bevor Tuchel zu Schalke 04 wechselt, wechselt Messi zu uns."

Steht der Meister schon fest?

Dortmunds Marcel Schmelzer, sieht die Rote Karte (Foto:Frank Augstein/AP/dapd)

Szene des Spieltags: Dortmunds Marcel Schmelzer sieht Rot für ein Handspiel das keins war.

Am oberen Tabellenende herrscht derweil vorweihnachtliche Langeweile. Rekordmeister Bayern München bezwang den FC Augsburg bereits am Samstag (08.12.2012) ebenso erwartet wie mühelos mit 2:0 (1:0). Da aber gleichzeitig Meister Borussia Dortmund überraschend und skandalumwittert zu Hause mit 2:3 (1:2) gegen den VfL Wolfsburg verlor und auch der FC Schalke 04 in Stuttgart eine bittere 1:3 (1:2)-Pleite kassierte, wächst der Vorsprung der Bayern gegenüber Dortmund auf stattliche 14 Punkte und gegenüber Schalke auf 16 Zähler an. Damit können in München fast schon die Planungen für die Meisterfeier auf dem Marienplatz beginnen.

Marcel Schmelzers vermeintliches Handspiel, das mit der Roten Karte und einem Elfmeter bestraft wurde, sorgte auch einen Tag nach der Niederlage des BVB für Diskussionen. Während Dortmunds Coach Jürgen Klopp mit dem Pfiff von Schiedsrichter Wolfgang Stark haderte, gab der seinen "Wahrnehmungsfehler" offen zu – und erntete Respekt dafür. Respekt zollen die Beobachter auch dem Hamburger SV, der nach desolatem Saisonbeginn gegen Hoffenheim sein drittes Heimspiel in Folge mit 2:0 (1:0) gewann. Ebenfalls wichtige Schritte nach vorne machten der SC Freiburg mit einem 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen Greuther Fürth sowie der 1. FC Nürnberg mit dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf. Für Furore sorgt weiter Aufsteiger Eintracht Frankfurt, der sich mit einem 4:1 (0:0)-Erfolg gegen Werder Bremen wieder auf Rang vier vorarbeitete.

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