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Aktuell Nahost

Auch Kuwait zieht Botschafter aus dem Iran ab

Nach anderen Golf-Staaten hat auch Kuwait seinen Botschafter aus dem Iran abgezogen. Hintergrund sind die Angriffe vom Wochenende auf die saudi-arabische Botschaft in Teheran.

Iran Protest in Teheran gegen Hinrichtung in Saudi-Arabien (Foto: Atta Kenare/AFP/Getty Images)

Frauen im Iran protestieren gegen die Hinrichtung von al-Nimr

Die Angriffe seien ein "Bruch internationaler Vereinbarungen" und eine Verletzung der iranischen "Pflicht, die Sicherheit diplomatischer Vertretungen und von Diplomaten" zu garantieren, begründete das Außenministerium in Kuwait-Stadt den Schritt. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Kuna.

Video ansehen 02:09

Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten

Nach der Hinrichtung eines prominenten schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien hatten hunderte Menschen im schiitisch geprägten Iran die

saudi-arabische Botschaft

angegriffen und in Brand gesetzt. Auch das saudi-arabische Konsulat in Maschhad wurde attakiert. Der schiitische Geistliche Nimr Baker al-Nimr war ein entschiedener Gegner des sunnitischen saudi-arabischen Königshauses. Er wurde am Samstag zusammen mit 46 weiteren Menschen hingerichtet.

Sunnitische Staaten im Konflikt mit dem Iran

Nach Saudi-Arabien hatte am Montag auch der sunnitisch geprägte Golfstaat Bahrain seine diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen. Die Vereinigten Arabischen Emirate sowie der Sudan zogen ihre Botschafter aus Teheran ab.

Die iranische Regierung erklärte, der Abbruch diplomatischer Beziehungen durch Saudi-Arabien und seine "Vasallen" werde "keine Auswirkungen auf die Entwicklung Irans haben". Saudi-Arabien selbst werde unter dem Abbruch der Beziehungen "leiden", sagte der iranische Regierungssprecher Mohammed Bagher Nobacht. Zugleich kritisierte er den Angriff auf die Botschaft in Teheran, die "des iranischen Volkes nicht würdig" sei. Die iranischen Justizbehörden teilten mit, nach dem Angriff seien rund 40 Verdächtige festgenommen worden.

pab/uh (afp, dpa)

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