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Kultur

Auch ein Filmstar braucht Hilfe

Mark Wahlberg ist ein erfolgreicher Produzent und Sänger. Aber so war es nicht immer. Nach einem schweren Start und vielen Krisen fand er Halt im Glauben. Pastor Lüken erzählt für die evangelische Kirche von ihm.

Berlin/ Der US-amerikanische Schauspieler und Filmproduzent Mark Wahlberg posiert am Montag (27.02.12) bei einem Photocall zum Film Contraband in Berlin. Der Action-Thriller startet am 15. Maerz 2012 in den deutschen Kinos. Foto: Adam Berry/dapd

Mark Wahlberg

“Mag Gott Filme?”

Mag Gott Filme? Mark Wahlberg (*1971) ist davon nicht unbedingt überzeugt, aber, so bekannte er dem Zeit-Redakteur Moritz von Uslar, er hofft, dass Gott sogar ein Filmfan ist. Mark Wahlberg ist ein angesagter Schauspieler und Fernsehproduzent in den USA. Seine Karriere verlief ungewöhnlich. Er ist das jüngste von neun Geschwistern. Die schlechte Wohngegend in Boston hätte an sich schon dafür sorgen können, dass Mark Wahlberg auf die schiefe Bahn geriet. Erschwerend kam eine Scheidung seiner Eltern hinzu, als er 11 Jahre alt war, eine Mutter, die sich um alles kümmerte, nur nicht um ihre Kinder, Verarmung und Verwahrlosung in jeder Hinsicht. Er streunte herum, nahm Drogen, verwickelte sich kleinkriminelle Handlungen. Bei einem Raubüberfall auf zwei Vietnamesen - einer vor ihnen büßte dabei ein Auge ein - wurde er verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Er saß aber nur 45 Tage darin ab. Später erbarmte sich sein älterer Bruder Donnie über ihn und verschaffte ihm einen Plattenvertrag. Er gründete die Teeny-Band "Marky Mark and the Funky Bunch" und wurde damit in Windeseile weltberühmt. Sein Song "good vibrations" war international in den Charts. Doch war diese Karriere bald zu Ende, die Vergangenheit holte ihn ein und ließ ihn tief fallen in der Gunst seiner ehemaligen Fans. Dass er für Unterwäsche Reklame machte, förderte zwar seine Bekanntheit, aber nicht seinen Ruf.

Abstieg und neuer Erfolg

In dieser Zeit begann die Wende im Leben des immer noch sehr jungen Mannes. Jahrelang hatte sich bereits ein Priester um ihn gekümmert, Father Flavin. Was die beiden miteinander sprachen, wissen sie und Gott, sonst wohl niemand. Jedenfalls stand am Ende die entschiedene Hinwendung des ruinierten Sängers zum christlichen Glauben. Vielleicht spielte dabei eine Rolle, dass er beinahe ein Opfer des 11. September 2001 geworden wäre. Er und sein Bruder hatten einen Flug gebucht und sich in letzter Minute für ein anderes Ziel entschieden. Das Flugzeug, das nun ohne sie flog, wurde von Al-Qaida-Terroristen entführt und stürzte beim misslungenen Anflug auf das Weiße Haus ab. Mark Wahlberg jedenfalls ließ die Drogenkarriere hinter sich, sagte sich los von fragwürdigen Werbespots und begann ein neues Leben. Er strebte ein neues Berufsfeld an und startete eine neue Karriere - die Filmkarriere. Unter vielen anderen Filmrollen ragt die in Martin Scorseses "Unter Feinden" hervor. Er hat auch als Schauspieler und TV-Produzent Erfolg.

Gott ermöglicht einen neuen Anfang

Das ist wohl nur indirekt eine Folge seines Christseins; im Allgemeinen promotet Gott seine Gläubigen nicht im weltlichen Bereich. Sehr wohl aber ist es ein Ergebnis seiner Hinwendung zu Jesus Christus, dass er mit seiner unrühmlichen Vergangenheit brechen konnte. Mark Wahlberg lieferte in seinem Interview auch gleich das Schlüsselwort. Als ihn der Reporter fragte, welche Worte Jesu ihm am meisten bedeuten, antwortete er: "Euch ist vergeben!" Ob Gott Filme mag? Diese Frage lässt sich nicht beantworten. Wesentlich ist vielmehr, dass Gott Mark Wahlberg mag, und zwar nicht erst seit seiner Hinwendung zum christlichen Glauben. Gott vergibt Schuld, damit ermöglicht er erst den neuen Anfang. Und das nicht nur, wenn man Mark Wahlberg heißt, sondern einen schlichten Allerweltsnamen trägt.

Titel: Pastor Diederich Lüken, Stuttgart

Pastor Diederich Lüken

Diederich Lüken, Jahrgang 1952, ist Pastor in der Evangelisch-methodistischen Kirche in Stuttgart-Bad Cannstatt. Er wurde in Veenhusen/Ostfriesland geboren, studierte Theologie in Münster, Reutlingen, Tübingen und Marburg. Seine beruflichen Stationen führten ihn nach Essen, Bebra, Velbert, Stuttgart-Weilimdorf (Rundfunkarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche) und Stuttgart-Bad Cannstatt.

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