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Aktuell Asien

Auch dritte Gesprächsrunde der Koreaner ohne Erfolg

Im Prinzip sind sich Nord- und Südkorea einig über die Wiedereröffnung der Industrie-Sonderzone Kaesong. Doch der Teufel steckt wie immer im Detail. Beide Seiten wollen aber im Gespräch bleiben.

Süd- und Nordkorea haben ihre Gespräche über die Wiederinbetriebnahme des seit Monaten geschlossenen Industriegebiets Kaesong erneut ohne Ergebnis vertagt. Auch in der dritten Verhandlungsrunde in diesem Monat sei keine Einigung erzielt worden, sagte Südkoreas Chefunterhändler Kim Ki Woong nach dem Treffen.

Es habe Differenzen gegeben, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul. Der Norden sei auf Forderungen Südkoreas, durch die eine einseitige Schließung künftig verhindert werden solle, nicht eingegangen. Pjöngjang habe aber bekräftigt, die Sonderwirtschaftszone in der nordkoreanischen Grenzstadt solle so bald wie möglich wiedereröffnet werden. Für Mittwoch sei ein weiterer Gesprächstermin anberaumt worden.

Seoul fordert den Angaben zufolge zudem eine Garantie, die die Sicherheit der südkoreanischen Pendler gewährleistet. Auch die Anlagen und Produkte der südkoreanischen Unternehmen sollen besser abgesichert werden. Die Regierung in Seoul wolle, dass der rechtliche Rahmen für einen stabilen Betrieb in der Sonderwirtschaftszone künftig internationalen Standards entspreche, sagte die Sprecherin weiter.

Vorsichtige Annäherung

Die Verhandlungen fanden in der seit 2004 betriebenen Industriezone statt, die auf nordkoreanischem Territorium rund zehn Kilometer von der schwer gesicherten Grenze zwischen beiden Staaten entfernt liegt. Pjöngjang hatte im April aus dem Industriegebiet, in dem rund 53.000 Nordkoreaner in 123 südkoreanischen Fabriken tätig waren, alle seine Arbeiter abgezogen. Grund war ein gemeinsames Militärmanöver Südkoreas mit den US-Streitkräften.

Die Gespräche sind nach den heftigen Spannungen beider Länder in den vergangenen Monaten ein Anzeichen für eine zaghafte Annäherung. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte die Sonderzone vor mehr als drei Monaten "vorübergehend" geschlossen. Die Spannungen in der Region hatten sich vor allem infolge des dritten nordkoreanischen Atomtests im Februar deutlich verschärft.

gmf/SC (afp, ap, dpa,)