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Aktuell Europa

Auch die Politiker schwächeln

Da hat Griechenland nun eine neue Regierung, da fallen ihr wichtige Politiker aus. Der designierte Finanzminister Rapanos wird wegen Krankheit sein Amt nicht antreten. Ebenso muss Ministerpräsident Samaras pausieren.

Nicht einmal eine Woche nach seiner Ernennung und kurz vor seiner Vereidigung ist der griechische Finanzminister Vassilis Rapanos zurückgetreten. Das teilte das Amt von Ministerpräsident Antonis Samaras mit. Der 65-jährige Rapanos war am Freitag kurz vor seinem offiziellen Amtsantritt in Ohnmacht gefallen und ins Krankenhaus gebracht worden. Der frühere Bankier klagte über Übelkeit, Magenbeschwerden und Schwindelgefühle.

In seinem Rücktrittsgesuch schrieb Rapanos, sein Gesundheitsproblem sei nicht überwunden. Sein Zustand erlaube ihm nicht, seine Aufgaben zu erfüllen. Er bedaure sehr, dass er das Angebot, Finanzminister zu werden, ablehnen müsse, schrieb er außerdem. Vorerst wird der bisherige Interimsfinanzminister, Giorgos Zanias, das Ressort weiterführen.

Rapanos chronisches Gesundheitsproblem ist in Athen bekannt. Seit Tagen aber gab es zudem auch Gerüchte, er sei auch unzufrieden mit der Zusammensetzung seiner Mitarbeiter im Finanzministerium. Rapanos habe mit Technokraten statt mit Politikern zusammenarbeiten wollen. Dies sei ihm jedoch verweigert worden. Aus offiziellen Quellen wurden diese Gerüchte nicht kommentiert. Der 65-Jährige hatte zuletzt die private National Bank of Greece geleitet.

Verhandlungen in Brüssel ohne Samaras und Rapanos

Griechland Antonis Samaras und Vassilis Rapanos

Antonis Samaras und Vassilis Rapanos

Auch Ministerpräsident Samaras ist krank. Er wurde am Samstag wegen einer Netzhautablösung in einer Athener Klinik operiert. Zwar hat er inzwischen das Krankenhaus verlassen, doch auf Anweisung seiner Ärzte darf Samaras vorerst weder fliegen noch längere Autofahrten unternehmen. Am EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel wird er daher nicht teilnehmen.

Staatspräsident Karolos Papoulias wird ihn in Brüssel vertreten und die griechische Delegation aus Außenminister Dimitris Avramopoulos sowie dem scheidenden Finanzminister Zanias anführen. Die beiden Minister berieten am Montag über das Ziel der neuen Regierung, den Geldgebern Zugeständnisse abzutrotzen.

nem/sti (rtr, dpa)