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Aktuell Asien

Auch China stellt sich gegen Nordkorea

Mit seinem Raketenstart hat sich das stalinistische Nordkorea weltweit ins Abseits geschossen. Selbst dem verbündeten China platzt nun der Kragen: Die UN-Vetomacht unterstützte eine scharfe Erklärung gegen Pjöngjang.

Nach dem missglückten Raketenstart verschärft der Weltsicherheitsrat seine Warnungen  an Nordkorea. Die 15 Mitglieder des Gremiums votierten in New York einstimmig für eine Erklärung, die den Raketenstart scharf verurteilt und als "ernsthaften Verstoß" gegen UN-Resolutionen wertet. Gleichzeitig fordert der Rat eine strengere Durchsetzung der bestehenden Sanktionen gegen die nordkoreanische Führung.

"Katastrophale Folgen für das Land"

In den kommenden 15 Tagen soll das für Nordkorea zuständige Sanktionskomitee der Vereinten Nationen außerdem prüfen, welche weiteren Personen, Firmen oder Güter auf die Liste der Strafmaßnahmen gesetzt werden könnten. Das höchste UN-Gremium warnte die Führung in Pjöngjang vor zusätzlichen Sanktionen, sollten weitere Raketenstarts oder ein Atomtest folgen.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, sagte, die Zündung einer Atombombe hätte katastrophale Folgen für das Land. In den Jahren 2006 und 2009 hatte Nordkorea jeweils nach Raketenstarts Atombomben getestet. Die internationale Gemeinschaft befürchte, dass sich dieses Muster fortsetzen könnte. Damit würde sich das Land noch weiter ins Abseits manövrieren.

Peking zeigt sich verärgert

Die Erklärung des Sicherheitsrats fand auch die Zustimmung der Vetomacht China, die Nordkoreas wichtigster Verbündeter ist. Die relativ zügige Einigung des aus 15 Staaten bestehenden Gremiums macht nach Ansicht von UN-Diplomaten deutlich, dass Nordkorea mit seinem Vorgehen die Regierung in Peking verärgert habe.

Video ansehen 01:18

Kim Jong Un hält erste Rede

Nach nordkoreanischen Angaben sollte die vergangene Woche gestartete Rakete einen Wettersatelliten ins All bringen. Nachbarstaaten und die USA vermuteten jedoch einen militärischen Test für eine Rakete, die mit Atomsprengköpfen bestückt auch die USA erreichen könnte. Nordkorea verstieß damit zudem gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrates.

Die pompösen Feiern im Hungerstaat gehen weiter

In Pjöngjang gingen die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung weiter. Auf einem nach ihm benannten Platz im Zentrum der Hauptstadt versammelten sich tausende Nordkoreaner zu einem Massentanz. Zu dem Lied "Mein Heimatland", das Kim Il Sung angeblich selbst komponiert hat, und weiteren patriotischen Musikstücken wirbelten Frauen in bunten Trachten und Männer in schwarzen Hosen und weißen Hemden über den Platz. Der Höhepunkt der pompösen Geburtstagsfeierlichkeiten war eine riesige Militärparade am Sonntag.

rb/qu (afp, dapd, dpa, rtr)

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